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Jun 22 16

Der moderne Feminismus ist schlecht…

by James T. Kirk

… weil er auf willkürlichen Konstruktionen von Ungerechtigkeit basiert – wie jede andere Ideologie auch.

Das ist ein Zitat von mir, welches ich auf dem Blog “Alles Evolution” tätigte und welches ehedem Eingang in die Hall of Fame bei “Nicht-Feminist” fand, wie mir Wollepelz versicherte.

Ich bin ja eher ein Denker-Typ und reflektiere gerne. Daher wollte ich diese meine Worte mal etwas ausstaffieren. Es ist ja auffällig, mit welchem Furor die verschiedensten Ideologien für sich beanspruchen, mehr Gerechtigkeit in der Welt zu schaffen. Gegen mehr Gerechtigkeit ist natürlich nichts einzuwenden. Verraten tun sich Ideologien aber immer wieder durch bestimmte Merkmale.

Als Allererstes ist hier ein abstraktes, numinoses (=geheimnisvolles) Böses zu nennen, das die Welt in Schutt und Asche legen möchte und worauf sich die Anhänger jeder Ideologie beziehen. Dieses Böse muß nicht unbedingt frei erfunden sein, aber es haftet dem drumherum gesponnenen Ideologie-Gebäude immer etwas paranoides Verschwörungstheoretisches an.

Eine Ideologie verrät sich z.B. dadurch, daß nahezu sämtliche Probleme der Erde auf diese eine böse Ursache heruntergebrochen werden. So ist es für unsereins amüsant zu erfahren, daß eben auch der Klimawandel männlich ist – das sagen jedenfalls Feministinnen. Es gibt ja selbst eine feministische Theologie, eine feministische Linguistik und vermutlich auch eine feministische Theorie über patriarchatskritisches Pinkeln. Kurzum: Die Anhänger des jeweiligen Kultes sind derart besessen, daß sie für jedes Scheiß-Thema die eine böse Ursache wie z.B. den Mann oder den Juden oder “die Linken” ausmachen.

Diese paranoiden Dynamiken sind wohl das Hauptkennzeichen von Ideologien, also das numinose Böse, das sich auch noch im letzten Winkel unseres gesellschaftlichen Lebens wiederfindet. Ich nenne nun einmal verschiedene Ideologien, die durch einen gewissen religiösen Habitus auffallen, und fange mit unserer Lieblingsideologie an. Darunter wird dann jeweils das Böse charakterisiert, auf das man sich fixiert:

    - Feminismus
    Patriarchat, Männerwelt, überall Unterdrückung der Frau

    - Neoliberalismus
    der böse Staat/Sozialismus/Solidarität, überall Unterdrückung der ökonomischen Freiheiten, der Starken,
    der “Leistungsträger”, Zwang zur Gemeinschaft

    - Nationalsozialismus
    das Weltjudentum, überall Unterdrückung des eigentlichen Herrenmenschen

    - Kommunismus
    der böse Markt, Unternehmer sind Ursache allen Übels, überall Ausbeutung und ökonomische Versklavung, es
    kann keinen sinnvoll regulierten Markt geben

    - religiöser Fundamentalismus
    die Ungläubigen, der Teufel, überall Unterdrückung des wahren, einzig richtigen Glaubens

Jetzt muß man sich fragen, woher eigentlich diese Paranoia kommt, die unbefangene Zeitgenossen immer wieder zum Schmunzeln bringt. Woher dieser furiose Reduktionismus und dieser “Ungerechtigkeitszwang”? Also der Zwang, überall über 16 Ecken Ungerechtigkeit zu konstruieren und sie passend anzumalen, in das ideologische Schema zu pressen? Und sich selbst, die eigene Gruppe als die Inkarnation des Guten anhzusehen?

Ich wäre nicht James T. Kirk, wenn ich nun nicht triumphal verkünden würde, daß Alice Miller die Lösung weiß. Aber so lustig ist das Ganze nicht. Menschen sind Individuen, und die Anhänger von Ideologien kommen eben aus allen sozialen Schichten, sind Akademiker oder ungelernt, schwarz oder weiß. Man muß sich also die konkreten Individuen anschauen.

Warum aber macht eine psychologische Ursachenforschung solch eine Angst? Warum wird man als naiv gescholten, wenn man Verbindungen zur Kindheit und der darin erfahrenen Humanität herstellt? Warum leugnet man, daß konkrete Individuen Ideologien verfallen und daß letztere keine abstrakten, eigenständgen Wesen sind, die pauschal vom Volke Besitz ergreifen? Warum will man nicht sehen, welche Individuen warum Ideologien nicht verfallen?

Menschen, die als Kinder mißhandelt wurden, geschlagen, mißachtet, ignoriert, betrogen, entwickeln logischerweise ein Mangelgefühl, ein Gefühl der Minderwertigkeit, der Bedrohung. Wer sich nicht in die seelische Not eines Kindes – und damit in die Not des Kindes, das man selbst einmal war – einfühlen kann, der muß bei solchen Betrachtungen natürlich “Bahnhof” verstehen. Wer allerdings in Leuten wie Hitler oder schreienden Salafisten nicht die verdrängte Not aus der Kindheit zu sehen in der Lage ist, den muß man wohl wirklich als emotionalen Analphabeten bezeichnen.

Worauf will ich mit diesen Zeilen hinaus? Ich möchte keine abstrakten Pseudoerklärungen für Ideologien liefern, sondern herausstellen, daß man die Unterwerfung unter Lügensysteme nur dadurch verstehen kann, wenn man die konkreten Individuen und die bereits vorhandenen Lügenstrukturen in ihnen anschaut und fragt, wie diese wohl entstanden sind.

Warum sind manche Menschen völlig immun gegen Ideologien jedweder Art und andere nicht?

Ich will mit diesem Artikel also erklären, daß die willkürlichen Konstruktionen von Ungerechtigkeit, wie wir sie z.B. im Feminismus und der Gender-Psychose finden, nicht einfach vom Himmel fallen, sondern zunächst einmal ein “echtes” Gefühl repräsentieren. Es denkt sich ja niemand zum Spaß solch verschwörungstheoretische Figuren aus. Das Gefühl der Ohnmacht und des Opferseins ist tatsächlich vorhanden. Nur sind dessen Träger noch zu verwirrt, verblendet und naiv, um sich selbst eingestehen zu können, daß es einen tatsächlichen Sinn nur in ihrer Kindheit gibt.

Letztlich können wir nur etwas gegen den Irrsinn in dieser Welt tun, wenn wir nicht länger die Augen davor verschließen, wie die ideologische Verwirrung in die Welt kommt. Natürlich muß ich mir an diesem Punkt von verschiedenen Leuten vorhalten lassen, daß das doch alles Spekulation sei, was ich hier schreibe. Wer aber mal mit offenen Augen auf die eigene Kindheit schaut und ein paar Bücher von Alice Miller liest, wird meinen Gedankengang nachvollziehen können. Miller zeigt z.B. an der Person Adolf Hitlers sehr genau, woher dessen Judenhaß kommt, woher dessen wahnwitzige Vorstellungen von einem weltzerstörenden “Weltjudentum” rühren.

Man muß also ideologisch Verblendete emotional ernst nehmen, statt süffisant zu behaupten, daß das Böse halt irgendwie in der Welt ist und immer da sein wird. Gerade an der Geschichte Europas im 20. Jahrhundert und der Veränderung der Kindererziehung in dieser Zeit kann man sehen, wie sehr Paranoia und Feindseligkeit zwischen den Nationen abnehmen können. In genau dieser Zeit nahm nämlich auch die Paranoia und Feindseligkeit gegenüber Kindern stark ab. Man kann sich kaum vorstellen, wie sehr Kinder noch um 1900 von ihren Eltern als Vehikel des Bösen angesehen wurden. Als gewissermaßen Wechselbälger, die mit einer extrem autoritären und rigiden Erziehung auf Linie gebracht werden müssen. Davon legen die “pädagogischen” Erziehungsschriften dieser Zeit Zeugnis ab.

Und von dieser Zeit legen übrigens auch die politischen Systeme Zeugnis ab. Wir hatten es in jedem Fall mit sehr autoritären Gesellschaften zu tun, egal ob sie nun demokratisch, monarchisch oder diktatorisch ausgerichtet waren. Und nicht selten mußten Nachbarnationen als symbolische Repräsentanz des Bösen herhalten.

Hierzu mal eine schöne Propaganda-Postkarte des Deutschen Reiches zu Beginn des Ersten Weltkriegs. Als humorvoller Zeitgenosse habe ich mir die Sprüche auf der Karte natürlich schon zu eigen gemacht:

In jedem Anhänger einer verquasten Ideologie steckt zunächst ein Opfer. Das Angst zu sehen hat, woher seine innere Not wirklich kommt. Nichts anderes sagt uns doch der schreiende und unbeherrschte Adolf Hitler am Rednerpult. Und nichts anderes sagen uns doch auch all die hilflosen, verbitterten und verunsicherten Feministinnen und Gender-Freunde in den Talkshows im Fernsehen.

Wir sehen ja auch im Feminismus unterschiedliche Schweren der Verblendung, sozusagen von meinetwegen Anne Wizorek bis Valerie Solanas. Auch hieran kann man ablesen, wie groß die Inhumanität war, die diese Leute in ihrer Kindheit jeweils erleiden mußten.

Wenn wir also wollen, daß sich der Schwachsinn in unserer Welt vermindert, müssen wir zweierlei tun:

    - das Bewußtsein für eine humanere Kindererziehung schärfen
    - Menschen, die verblendet sind, Hilfsangebote bereitstellen, die sie darin unterstützen, sich dem wahren Grauen in ihrer Kindheit zu stellen.

Das wollte ich mal gesagt haben.

Und es hilft selbstverständlich auch immer, einem Kind in Not beizustehen, wenn es beispielsweise von seinen Eltern oder anderen respektlos behandelt wird. Dann werden die wahren Gefühle des Kindes bestärkt und es lernt, daß die “Elternrealität” infrage gestellt und kritisiert werden kann. Daß es seinen Gefühlen trauen kann.

Natürlich wird es ewig Leute wie Antje Schrupp oder Alice Schwarzer geben, die bis zum letzten Atemzug ihrer feministischen Ideologie huldigen. Bei diesen Leuten bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als immer wieder die Wahrheit auszusprechen und ihnen sachlich zu begegnen.

Man kann ja immer wieder in Talkshows sehen, wie diese Damen dann ihre Fassung verlieren und ausflippen. Sie sind solch einen Widerspruch einfach nicht gewohnt. Und die “kleineren” Feministinnen im Internet löschen dann eben die Kommentare, die ihr Wahnsystem infrage stellen. Oder immunisieren sich mit Plattformen wie Hatr.org.

Sollen sie doch ruhig. Im Führerbunker hält man es naturgemäß nicht lange aus und es wird ungemütlich. Der Führerbunker und Adolf sind übrigens eine sehr gute Allegorie auf den Geisteszustand vieler Feministinnen und anderer Ideologen.

In einem gewissen Sinne wird Alice Schwarzer auch so enden wie Adolf Hitler im Führerbunker – nur daß der Führerbunker bei Schwarzer selbstverständlich “Führerbunkerin” heißt. Zumindest werden sich Schwarzer und ihre Gesinnungsgenossinnen symbolisch genauso einbunkern, wie es unser Führer vor 71 Jahren tat.

PS: Wie es der Zufall so will, befaßt sich auch aktuell ein “Spiegel”-Interview mit der Problematik von verdrängten traumatischen Kindheitserfahrungen, das ich als recht gelungen empfinde angesichts der immer noch stark verbreiteten Abwehr. Die Kommentare sind ebenfalls lesenswert und bestätigen die Aussagen im Interview. Es geht um die Erfahrungen von Kriegskindern und wie diese als Eltern ihre Kinder ungewollt traumatisierten, also die Generation der sogenannten “Kriegsenkel”.

Ironischerweise ist aber selbst solch ein Interview nicht frei von Verleugnungstendenzen. Denn die darin beschworenen entbehrungsreichen Kriegserfahrungen, die unbewußt an die Kinder weitergegeben worden sind, müssen leider allzu oft als eine Art Kulisse herhalten, die erklären soll, warum die Eltern so gefühl- und rücksichtslos mit ihren Kindern umgingen – trotz materieller Geborgenheit.

Sicherlich spielen natürlich auch Kriegserfahrungen eine Rolle – nur wurde die Generation der Kriegskinder vor allem durch die damalige autoritäre Erziehung traumatisiert, der Krieg ist da nur ein Nebenkapitel bzw. muß als Entschuldigung dafür herhalten, daß die Eltern derartig empathielos waren.

Noch ein PS: Ich sprach ja vorhin noch von Antje Schrupp und ihrer feministischen Verblendung. Dem einen oder anderen wird vielleicht ein Licht aufgehen, wenn ich hier schreibe, daß Antje Schrupp sich vor Jahren auf ihrem Blog beklagt hatte, daß sie häufig auf Geheiß des Vaters von ihrer Mutter geschlagen wurde. Der Vater war also der Patriarch in der Familie. Jetzt begreifen wir, warum Frau Schrupp am liebsten den Vätern allgemein das Sorgerecht entziehen und es den Müttern anheimstellen würde. Sie hat ganz offensichtlich nicht das Reflexionsniveau, um sich fragen zu können, ob nicht ihre eigenen Kindheitskomplexe zu einer sehr verzerrten Sicht auf die Welt führen.

Diese Vaterkomplexe sind übrigens sehr häufig bei Feministinnen anzutreffen. Der Haß auf die Männer ermöglicht eine teilweise (und unbewußte) Artikulation der verdrängten Gefühle bei gleichzeitigem Schutz vor der schmerzhaften Wahrheit. Wir Männer sind also gewissermaßen Punchingballs für nicht austherapierte Feministinnen.

Mai 15 16

Was auf “Alles Evolution” so alles der Schere zum Opfer fällt

by James T. Kirk

Eigentlich habe ich ja schon einen neuen Text fertig, der auch ziemlich sinnvoll ist. Der muß aber erst mal hintan stehen, um einem Beitrag über die Zensurkultur auf “Alles Evolution” zu weichen.

Die asylkritische Userin Atacama postete heute folgenden Kommentar:

atacama zensur

Den Beitrag fand ich sehr lustig und treffend. Ich antwortete daraufhin sarkastisch:

kirk zensur

Kurze Zeit später waren beide Wortmeldungen weg vom Browser. Es soll nur mal jeder einen Eindruck davon bekommen, wie heftig das Zensurunwesen auf “Alles Evolution” um sich greift. Dabei sind in dem betreffenden Artikel auch viele andere eher themenfremde Kommentare zu lesen, welche aber nicht gelöscht wurden.

Ich könnte hier noch ganz andere Sachen dokumentieren.

“Alles Evolution”-Betreiber Christian Schmidt hat mir ausdrücklich untersagt, Arne Hoffmann zu kritisieren. Wenn in einem meiner Kommentare auch mehr als zweimal das Wort “Jude” vorkommt, kann ich ihn auch abschreiben. Dies geschah erst jüngst wieder einmal, als ich pointiert zur Holocaustneurose der Deutschen im Zusammenhang mit dem Beschneidungsgesetz Stellung nahm.

Zu Arne Hoffmann will ich mal weiter nichts sagen, aber es ist schon absurd, wie sehr man sich verbiegen kann, wenn man Islam und Refugees toll findet. Dann geht nichts über unsere Mutti und ihre “Problemlösungen”. Das Ausblenden der Realität ist bei Hoffmann derart systematisch, daß einem schon mulmig wird.

Arne Hoffmann war übrigens auch derjenige, der sich über die “Schießbefehl”-Affäre der AfD lustig gemacht hat. Nur zur Info.
Ich persönlich glaube, daß mit einem Grenzschutz nach AfD-Manier kein einziger Flüchtling an unseren Grenzen ums Leben gekommen wäre. Vielleicht ist die AfD-Position ja weitaus humaner, als die Drecksarbeit in einer beispiellosen Heuchelei dem Sultan aus Anatolien zu überlassen.

Das ist die Dialektik des Gutmenschentums, die wir dieser Tage beobachten können und die wir natürlich auch aus anderen Zusammenhängen kennen.

So, das war’s erst mal. Als Nächstes kommt ein ganz toller Artikel über das Wesen von Ideologien und die psychologischen Hintergründe.

Apr 21 16

Neues Theme und ein paar Gedanken zum Bloggen

by James T. Kirk

“Bloggen” kommt ja von Weblog, also Netztagebuch. Daraus wurde dann Blog. Kann man ja ruhig mal erwähnen. Nicht jeder weiß das ja.

In letzter Zeit ist ein Entschluß in mir gereift, meinem Blog ein neues Theme zu verschaffen. Ganz sicher bin ich mir aber noch nicht. Meiner Meinung nach sollte man eigentlich höchst selten, am besten gar nicht das Theme wechseln. Das Design ist eben auch sehr wichtig für die Wahrnehmung.

Damit die Leserschaft aber nicht völlig aus den Wolken fällt, bringe ich jetzt eine Triggerwarnung an: Ja, es könnte sein, daß sich das Design dieses Blogs in nächster Zeit ändert! Bitte bereitet euch innerlich und seelisch darauf vor, sonst könnte man sich ästhetisch vergewaltigt fühlen.

Der Entschluß zum Ändern ist in mir deshalb gereift, weil ich in letzter Zeit an meinem “Refugees Welcome”-Blog bastelte und mir dabei das Theme “Twenty Eleven” als quasi ideal vorkam. Es läßt sich meiner Meinung nach irgendwie am besten lesen, und es kommt sehr repräsentativ rüber. Das einzige Manko ist die sogenannte Show-Case-Funktion, die ein separates Design von Artikeln bewirkt, wenn man sie direkt anklickt und z.B. kommentieren will. Dann fällt z.B. die Sidebar weg, und die Überschrift ist größer. Diesen Design-Unterschied finde ich persönlich nervig, aber ich hoffe, da kann man noch etwas machen, indem man ein bißchen in der style.css-Datei herumbastelt.

Ich werde dann mal schauen, inwieweit ich das Theme noch weiter anpasse.

In letzter Zeit sind ja wieder ein paar neue Blogs hinzugekommen in unserer Szene. So z.B. Luisman ihm sein Blog und MGTOW Deutsch, welche beide lustigerweise auch ganz interessante Themes haben. Auch Maskulinistblog hat ein gutes Theme, nur mußte ich leider kürzlich feststellen, daß er sein Blog auf privat geschaltet hat.

Ich kann nur als Leser sagen, daß man sich beim Start eines neuen Blogs nicht zu sehr verausgaben sollte. Denn am Anfang schreibt man ja eher für ein kleines Publikum. Der Maskulinistblog scheint mir jedenfalls ein Blog gewesen zu sein, welches anfangs viel zu viele (gute) Artikel schrieb und dem dann irgendwann die Puste ausgegangen ist. Da hätte man ruhig mehr strecken können.

Es gibt sowieso viel zu viele Blogs und Texte mittlerweile, sodaß ich eigentlich ganz froh bin, wenn die Leute höchstens einmal wöchentlich etwas verfassen. Das reicht meiner Meinung nach völlig. Wichtig sind Konstanz und Regelmäßigkeit. Von mir aus würden auch alle zwei Wochen reichen als Textabstand. Denn sonst geht viel zu viel verloren, und letztlich geht es bei uns ja sowieso immer nur um dasselbe.

So nehme ich die Sache jedenfalls als Leser war. Statische Blogs sind mir irgendwie lieber. Da weiß man, daß sich immer mal wieder was ändern tut, aber man weiß eben auch, daß man nicht ständig nachgucken muß. Ein Artikel steht erst mal eine Weile dort und fertig.

Es ist ja schon lustig, wie sich die Welt seit dem Internet verändert hat. Das Leben ist ein einziger riesiger Scan-Vorgang geworden. :) Man scannt nur noch wie irre und liest kaum irgendetwas zu Ende. Und dann hat sich auch noch die Rechtschreibung radikal verschlechtert. Der Traum der 68er von der “Deregulierung der Herrschaftssprache” wird in den nächsten Jahrzehnten wohl in Erfüllung gehen. Lol.

So einen Schwachsinn wie die Rechtschreibreform können wirklich nur wir Deutsche hinbekommen. Wir hassen unser Land so sehr, daß wir gar nicht merken, was wir uns selbst mit dieser Idiotenreform antun und wie sinnlos selbige war. Es gab ja keinerlei Mißstände in der Sprache. Die wurden nur herbeiphantasiert.

Unser Land ist dermaßen verklemmt und spießig, was unser nationales Selbstgefühl anbelangt, daß einem nur das Schaudern kommt. Denn man kann ja durchaus auch als Linker, als kritischer Zeitgenosse trotzdem ein entspanntes Verhältnis zur Nation haben, zur Tradition. Es ist ja leider häufig so, daß es nur zwei Arten der Verblödung gibt: Entweder ist man rechts, dann will man Abtreibung verbieten und verfolgt einen etwas infantilen Nationalstolz. Oder man ist links und haßt Deutschland aus ganzem Herzen, will Refugees einladen und die Herrschaftssprache deregulieren.

Ich meine, man trifft selten auf Leute, die geistig so souverän sind, daß sie in der Lage sind, Blödsinn als Blödsinn zu bezeichnen, egal ob er nun einen linken oder rechten Anstrich hat. Ich sage auch immer: Viele Leute können Politik leider nur auf religiöse Weise betreiben.

Ich für meinen Teil kann jedenfalls ein kritisches Verhältnis zur Nazi-Zeit haben, zu einem Gutteil stolz sein auf die Vergangenheitsaufarbeitung und -bewältigung, ich kann das Holocaust-Mahnmal als sehr wichtiges auch globales Symbol ansehen – und ich kann eben trotzdem auch mit Respekt auf die deutsche Geschichte vor 1933 schauen, kann all das Schicksalhafte anerkennen, das zum Untergang der Weimarer Republik führte, die vielen äußeren Faktoren. Kann also registrieren, daß kaum ein Deutscher 1933 6 Millionen Juden vergasen wollte. Übrigens auch nicht 1941.

Ich kann also ohne linke Haßkappe die deutsche Geschichte betrachten. Kann mich an Rekonstruktionen historischer Bauwerke erfreuen, an allem, was unsere deutsche Identität ausmacht. Das kann ein guter Linker leider nicht. Er glaubt, nationaler Selbsthaß sei die einzig richtige Antwort auf die 12 Jahre Nazi-Zeit – bis in alle Ewigkeit. Unser Land steht in der Tat vor großen Veränderungen. Wir lernen jetzt langsam wieder, uns selbst zu lieben, zu begreifen, daß Deutschland als Idee, als Identität auch ohne Holocaust, Adolf und Konsorten existiert und wertzuschätzen ist.

So scheint es mir jedenfalls den meisten Menschen zu gehen, und die linken Parteien stehen ratlos vor diesen “rechten” Umtrieben und glauben immer noch standhaft, daß sich die Wirklichkeit ihrer Verblendung anpassen müsse. Daß der ganze Spuk irgendwann aufhören werde.

Was hat das jetzt mit dem Thema das Blog-Artikels zu tun? Eigentlich nichts mehr. Aber das wird man ja wohl noch sagen dürfen.

Mal sehen, vielleicht probiere ich das neue Theme aus und kehre dann irgendwann wieder zum alten zurück. Ich bin durchaus kritikfähig und lasse mich gerne eines Besseren belehren. Wenn jemand das Theme scheiße findet, soll er mir das auch deutlich ins Gesicht sagen. Kann ja sein, daß ich mich täusche. Das jetzige Theme hat ja durchaus seine Vorzüge und ist vertraut.

Apr 3 16

Zitat des Tages (über Ursula von der Leyen)

by James T. Kirk

Ich interessiere mich für Architektur und Städtebau und treibe mich daher öfter im Forum SkyscraperCity herum. Dort gibt es wie in jedem vernünftigen Forum einen Off-Topic-Plauder-Bereich, der in diesem Falle den Namen “WunderBar” trägt. Ich schreibe nach dem Zitat weiter unten noch etwas über dieses Forum und mache ein bißchen Werbung dafür. Im Thread “Gender-Blender” schreibt der User “C-Beam” folgendes zitierfähige Zitat über unsere Verteidigungsministerin Flintenuschi:

    Mir war heute Morgen bereits etwas schlecht und dann schalte ich zum Frühstück den Fernseher ein und muss mich fast übergeben.

    Von der Leyen bei Charlie Rose/Bloomberg im Interview. Sie spielt braves Mädchen, erzählt stolz von ihrer Zeit in Stanford (wohin eigentlich ihr Mann berufen wurde) und wie sie dort gelernt hätte, Kindererziehung mit dem Beruf zu vereinbaren und dass ihre Kinder ja amerikanische Staatsbürger seien.

    Blabla. Ekelhaft. Die Wahrheit ist:

    Sie hatte sich als Tochter aus höherem Haus einen guten Mann abgegriffen. Sobald absehbar war, dass ihr Mann eine Professur erhalten würde, und somit ihre Zukunft gesichert war, begann sie reihenweise Kinder zu werfen. Zeit ihres Lebens bewegte sie sich in staatlichen Institutionen, wo sie auf Schritt und Tritt gender-gepampert wurde. Aber, nein, laut ihrer Erzählung war Deutschland in den 90ern (ja, die “weil ich ein Mädchen bin”-Dekade) ja ein ganz hartes Pflaster für Frauen.

    An der ganzen Story ist überhaupt nichts Tolles und Vorbildliches dran. Was eine eklige Frau. Und dann kokettiert sie noch mit der Kanzlerschaft und ist ganz froh, dass der Interviewer sie danach fragt. Braves Mädchen wie sie ist, sagt sie natürlich noch “Merkel is a great chancellor”.

    Überhaupt bin ich der Meinung, dass eine Frau wie Von der Leyen eher mit gesenktem Haupt durchs Leben gehen sollte. Schwangerschaft und Kindergebären sind doch keine Leistungen von Weltrang, das kriegt jeder Feldhamster hin. Überhaupt werden Frauen heutzutage infantilisiert. Man beglückwünscht sie überschwenglich zu normalen Körperfunktionen, so wie man kleine Kinder beim ersten selbständigen Stuhlgang lobt. Sie werden an jedem Ort und zu jeder Zeit ganztagsbetreut und aufgefordert, sämtliche ihrer persönlichen Probleme und Defizite anderen aufzuladen, professionelle Coaches helfen von der Kinderbetreung bis zur Karriereplanung. Was soll ein Mann mit so einem Charakterwrack anfangen?

    Vorsicht, nicht angucken, wenn Ihr einen empfindlichen Magen habt: http://www.bloomberg.com/news/videos…n-charlie-rose

    Quote:

    On “Charlie Rose,” a conversation with Ursula von der Leyen. She has served as Germany’s Defense Minister since 2013. Previously she led the ministries of labor and family. She is a close ally of Chancellor Angela Merkel and a member of her Christian Democratic Union. (Source: Bloomberg)

    Dann gabs Anfang der Woche zum Weltfrauentag bei uns noch weiße Rosen für jede “Dame” und im Intranet eine Ankündigung, dass man Gender Diversity in den Führungspositionen durchsetzen will. Warum eigentlich immer nur in Führungspositionen? Die sollen doch mal die Toilettenfrauen und Fassadenreiniger “genderfizieren”, denn bei diesen beiden Gruppen ist die Geschlechterverteilung radikal different.

Zitat Ende. Die Antworten von zwei anderen Usern:

Ich frage mich auch, wem sie alles mit Kaltstellung drohte, so dass ihre Pfuschdoktorarbeit als akzeptabel deklariert wurde.

Immerhin ist sie Chefin der Bundeswehr. Da wird so mancher Rektor schon nachdenklich. Da könnte das G36 schnell mal in den Händen eines bei ihm durchgefallenen Prüflings sein…

So und ähnlich ist der Tonfall in diesem Forum bei allen Themen der politischen Korrektheit. Wer sich auch nur ein bißchen für Architektur und Städtebau interessiert, tut gut daran, sich bei SkyscraperCity zu registrieren.

Da die “WunderBar” mit sehr vielen unkorrekten Inhalten aufwartet, ist sie nicht öffentlich. Nur Mitglieder können dort rein. Hier mal ein paar Thread-Titel, die veranschaulichen, wie der Hase dort läuft:

    Kosten der Bereicherung
    Systemmedien Propaganda Verdummung Untergang
    Egon Krenz Errungenschaftsthread – DDR Errungenschaften achten, Feinde des Sozialismus zerschmettern!!
    Muttis Untergang
    Islam – Religion des Friedens
    Pegida – Der Aufstand der Anständigen

Es geht dort immer sehr lustig zu, und es wird kein Blatt vor den Mund genommen. Wer sich für Architektur und den Städtebau in seiner Region interessiert, findet entsprechende Sektionen. Außerdem ist es ein internationales Forum, wo jeder hinterste Winkel der Welt ein Subforum hat. SkyscraperCity ist insgesamt ein sehr potentes und interessantes Forum.

Das Publikum der “WunderBar” ist freilich im Durchschnitt eher rechts-konservativ orientiert.