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Arne Hoffmanns neuestes Statement

by James T. Kirk on September 21st, 2015

Aktuell schreibt Arne Hoffmann folgende Sentenz auf seinem Blog Genderama:

Die männerpolitische Website A Voice for Men hat inzwischen den dritten Teil ihrer Serie von Artikeln darüber, warum schwule Männer den Feminismus nicht benötigen, veröffentlicht. Diesmal geht es darum, dass sich der feministische Hass auf Männer auch auf Schwule erstreckt. denn natürlich profitieren auch Schwule aus Sicht der feministischen Verschwörungstheorie vom “Patriarchat”. Vor diesem Hintergrund ist es ebenso bemerkenswert, dass einzelne Feminismuskritiker Schwule als Feindbild aufbauen möchten – anscheinend haben wir viel zu viele Verbündete und müssen dringend welche loswerden – wie dass viele Schwule die feministischen Manipulationen noch immer nicht durchschauen.

Wir können uns ja, wie bereits von mir beschrieben, mit männlichen Juden verbünden. Oder mit Vegetariern. Es bleibt eben die Frage, ob man es unbedingt nötig hat, Schwule als besondere Gruppe zu markieren und sie als Verbündete zu umwerben.

Laßt uns doch einfach alle Männer (und Frauen) umwerben. Darunter fallen auch Schwule, und damit komme sogar ich klar, der ich Homosexualität pathologisiere. Problematisch finde ich es, daß man sich nun so sehr auf Schwulenrechte stürzt, obwohl diese im Prinzip rein gar nichts mit den Problemen normaler Männer zu tun haben und obwohl diese wie blöd von allen Parteien propagiert werden.

Das ist alles ein wenig obskur und ich war ein bißchen erfreut, als ich diese Gedanken auch bei Eugen Maus, dem ehemaligen Vorsitzenden von MANNdat wiederfand. Ich freue mich immer wieder, wenn Menschen dazu fähig sind, das sogenannte Gute zu hinterfragen.

Warum brauchen wir Schwule als Verbündete? Das wird mir nicht klar. Man könnte diese Haltung Hoffmanns als Utilitarismus oder als reines Zweckdenken bezeichnen.

Wer wird denn in unserer Gesellschaft ständig explizit abgewertet? Es sind die weißen, heterosexuellen Männer.

Und wer wird in unserer Gesellschaft ständig aufgewertet? Es sind Schwule, Lesben, Transen, Musels und was weiß ich für ein Pack! :) Bin ich jetzt “rechts”? Nein!

Ich will schließlich auch einfach mal Pack zu irgendwelchen Leuten sagen.

 
 

 
 

Kümmert man sich um die Rechte von Jungen, die von Genitalverstümmelung bedroht sind? Nein.

Kümmert man sich um die “Rechte” von Homosexuellen, über Pride-Streifen und Homo-Ampeln zu laufen? Ja.

Allein diese scherzhafte Darstellung sagt doch schon alles. Schwulenrechte sind in der Männerbewegung schlecht aufgehoben. Im übrigen haben sicherlich auch viele homosexuelle Männer mit den ganz normalen Problemen der normalen Männer zu tun. Schwule Männer sind also auch automatisch Objekte von Männerrechten und dürfen gerne bei uns mitmachen.

Wir wollen halt nur diese Homo-Kacke nicht. Nicht nur, weil die schon anderswo bestens aufgehoben ist, sondern auch weil manch einer doch ein bißchen Ekelgefühle beim Thema Homosexualität hat. Ich stehe zu meiner sexuellen Orientierung! :)

Ich bin übrigens nicht homophob. Ich bin auch nicht depriphob oder phobophob. Ich möchte nicht von einem Gutmenschenmob dazu gezwungen oder genötigt werden, Homosexualität toll oder natürlich zu finden. Punkt.

Jetzt frage ich mich noch, was Arne Hoffmann eigentlich mit seiner Aussage meint, einige Feminismuskritiker wollten Schwule als Feindbild aufbauen. Mich konnte er damit ja nicht gemeint haben. :)

Im WGVDL-Forum gibt es sicherlich ein paar Leute, die von “Homo-Gestörten” und “-Perversen” sprechen. Meinetwegen kann man hier von einem Feindbild sprechen. Vielleicht ist dieses “Feindbild” aber auch gar nicht so unberechtigt, wenn man sich mal widerliche Pharisäer wie Volker Beck anschaut. Es gibt doch so einiges in der Homo-Szene, das völlig berechtigt Argwohn hervorruft.

Also, lieber Arne Hoffmann, Homosexuelle sind auch Männer. Die dürfen bei uns mitmachen. Dafür müssen wir uns nicht der Homo-Ideologie anbiedern. Wir haben im Grunde genommen nichts gegen schwule Männer, sondern gegen die große Verschwulung der Männerrechte. :)

Es ist höchst fragwürdig, die vermeintlichen Schwulenrechte auf Ehe und Adoption unter die allgemeinen Männerrechte zu subsumieren. Das wollte ich mal gesagt haben. Wir Homophobiker haben nichts gegen Schwule, sondern gegen das nur zu offensichtlich gutmenschentümlich motivierte Anbiedern an die Homo-Ideologie.

Frage mich sowieso, was Hoffmann sich von dieser tollen Allianz erhofft. Das ist doch lächerlich. Wir wissen, daß er links ist. Wir wissen, daß er für Gleichberechtigung ist und Respekt gegenüber allen möglichen Randgruppen hat, die Linken wichtig sind. Also ist es nicht mehr nötig, dies ostentativ durch Homo-Geschleime zu zeigen.

Die nächsten Expertisen über uns Männerrechtler werden bestimmt sehr freundlich und fair ausfallen. Daher ist eine Homo-Allianz nicht mehr nötig.

From → Schwulitäten

11 Comments
  1. Sentenz? Ich hätte da eher einen anderen Ausdruck für. ;)

    Ich glaube, Arne Hoffmann verwechselt hier Kritik mit Aufbau eines Feindbildes. Viele Kreise darf man aber nicht kritisieren, wenn man nicht irgendwelche Stempel aufgedrückt bekommen soll.

    So ist es mit dem Feminismus, in der derzeitigen Asylantenfrage und natürlich auch bei Homosexuellen. Die Frage ist auch, wie persönlich betroffen sich Arne Hoffmann davon fühlt. Er hat wegen seiner BDSM-Vorliebe desöfteren von einer Diskriminierung gesprochen. Vielleicht hat er deswegen ein irrationales Verständnis aufgebaut.

    Ich sehe an queer.de z. B. nichts, das einem Männerrechtler behilflich sein könnte. Eher im Gegenteil. Ich sehe es eher so: Die lauten Schwulen sind zumeist eher schädlich , da sie der Genderideologie anhängen. Sie bringen sich selbst durch ihre Äußerungen und Meinungen in die kritisierbare Position.

    Die Frage, ob Arne Hoffmann tatsächlich links ist, sollte man einmal stellen. Es könnte durchaus vorgeschoben sein, um zumindest einigen Kritikpunkten, die aus dem eher linksorientierten Feminismus kommen, zu entgehen.

    Obwohl es natürlich fraglich ist, wie links Feminismus überhaupt ist. Er sieht sich zumindest als eher links an. Über links und rechts muss man sowieso überhaupt diskutieren.

    Der linke Flügel ist eher als liberal zu sehen. Das sieht man auch an den Webseiten, für die er z. T. schreibt. Im Endeffekt finde ich viele seiner Äußerungen mittlerweile allerdings ziemlich schizophren.

    Vielen Dank für Deinen Artikel. ;)

    • bekommen will” anstatt “bekommen soll“. Sorry.

    • Hallo Wolle,

      “bekommen soll” war auch nicht schlecht. Hatte jedenfalls keine Verständnisprobleme. :)

      Die Frage ist auch, wie persönlich betroffen sich Arne Hoffmann davon fühlt. Er hat wegen seiner BDSM-Vorliebe desöfteren von einer Diskriminierung gesprochen. Vielleicht hat er deswegen ein irrationales Verständnis aufgebaut.

      Diese Passage finde ich sehr treffend. Ich glaube auch, daß es da einen Zusammenhang gibt. Man kann sich da sogar ziemlich sicher sein. Hoffmann hinterfragt diesen BDSM-Müll leider nicht und tut so, als sei das das Natürlichste von der Welt und nicht Ausdruck eines psychischen Verdrängungszustandes bzw. schlicht pathologisch. Wir leben ja derzeit in einer Art Freiheitsideologie. Im westlichen Kulturkreis feiert man alles Mögliche als “Freiheit”, was bei genauerem Hinsehen ziemlich fragwürdig ist. Das trifft auch auf alle möglichen “Sexualitäten” zu, die es heute so gibt. :)

      Na ja. Arne Hoffmann rennt eben dauernd sein Islam- und Homo-Thema. Sein Verdrängungsstatus in Sachen Islam ist schon grotesk.

      Was soll man da machen? Ich sehe das irgendwie ganzheitlich. Mit diesem Homo- und Islammüll wird er sowieso nicht durchdringen. Und man kann doch froh sein, daß sich jemand derart für das Thema ins Zeug legt und ein Referenzblog betreibt.

      Diese Streitthemen sind ja jetzt auch schon zur Genüge bearbeitet. Irgendwann verliere ich da auch die Lust. Ich werde aber immer wieder mal diese obskuren Verleugnungszustände ansprechen. Habe ich ja auch schon oft, nur scheint er meine Artikel nicht zu lesen. :)

      Diese Infantilität in Sachen Islam ist schon absurd, man merkt sie ja auch bei Leszek. Ich kriege da immer wieder Beklemmungen, wenn man sieht, wie Hoffmann etliche Fakten im Zusammenhang mit dem Islam oder dem Diskurs dazu ausblendet.

  2. Da nennst Du ja gerade zwei tolle Vorzeigebeispiele. :D

    Leszek und Arne Hoffmann. Der eine bezeichnet sich selbst als Linksextremist und der andere glänzt durch ein Inkontinuum in seinem Universum – wir müssen ja bei der Sprache Deines Blogs bleiben. ;)

    Beide sind derartig widersprüchlich als dass sie irgendjemanden weiterbringen sollten. Du sprichst ja einige der Widersprüchlichkeiten an. Es wird nur schlimm, wenn Leute mit Mißachtung und Hetze “gestraft” werden, die diesen Widersprüchlichkeiten nicht folgen können oder wollen.

    • Leszek permalink

      Hi Wolle Pelz,
      wie geht´s unserem Hochsensibelchen? (Hochsensibel wenn´s um ihn selbst geht, nicht so sehr, wenn es um andere geht).

      “Leszek und Arne Hoffmann. Der eine bezeichnet sich selbst als Linksextremist”

      Nicht ganz. Ich verwende den vom Verfassungsschutz erfundenen Unsinnsbegriff “Linksextremist” höchstens mal ironisch und dann setze ich ihn immer in Anführungszeichen.

      “Linksextremismus” ist in Wahrheit natürlich ein vom Verfassungsschutz erfundener unwissenschaftlicher Kampfbegriff, der weder etwas darüber aussagt ob jemand Demokrat ist oder nicht (nur ob man den gegenwärtigen formaldemokratischen Verfassungsstaat ablehnt), noch etwas über die Einstellung zur Meinungsfreiheit oder zu Gewalt aussagt und der daher von seriösen Sozialwissenschaftlern in der Regel nicht verwendet wird, sondern primär von den Haus”wissenschaftlern” des Verfassungsschutzes.

      Ich bin hinsichtlich meiner politischer Weltsicht primär traditioneller libertärer Sozialist und gehöre damit der radikalen Linken an. Radikal links ist hier in dem Sinne zu verstehen, dass ich einen libertär-sozialistischen, basisdemokratischen, antiautoritären radikalen Humanismus von links vertrete.

      “und der andere glänzt durch ein Inkontinuum in seinem Universum – ”

      Arnes großartige Werke – ich habe viele gelesen und nicht nur die männerrechtlichen – sind durch ein schlüssiges und kohärentes linksliberales Wertesystem gekennzeichnet und miteinander verbunden – und zwar von seinen frühen bis zu seinen aktuellen Werken.

      Du verstehst nur eben weder eine authentisch libertär-sozialistische Denkweise, noch eine authentisch linksliberale Denkweise – bei beiden liegt eine spezifische Form von Synthese zwischen linken Elementen und liberalen Elementen vor – daher erscheint dir als widersprüchlich, was innerhalb dieser politischen Weltsichten kohärent und folgerichtig ist.

    • Mit Inkontinuum meint Wolle wohl ein paar andere Dinge, die auf diesem Blog schon zur Genüge behandelt wurden.

      Sag’ mal, lieber Leszek, warum findest du eigentlich folgende Rezension zu Akif Pirincci so gelungen, wie du es einmal erfreut zum Ausdruck brachtest? Was ist denn an der Rezension so toll, die nach meinem Dafürhalten mit denselben Mitteln arbeitet wie die unseriösen Verleumder der Männerbewegung?

      http://www.theeuropean.de/christoph-giesa/8347-akif-pirinccis-deutschland-von-sinnen

  3. An einer Stelle bitte “und” durch “oder” ersetzen.

  4. Lustig, dass manche Leute es nicht raffen, dass ich mit ihnen aufgrund ihrer Art nicht spreche.

    Dass mit der HSP wurde mir manchen Leuten gegenüber von den “Gemäßigten” ausgetrieben. Meine HSP nun als Waffe gegen mich einzusetzen, bestätitigt mich darin, die Kommunikation mit gewissen Leuten einzuschränken. ;)

    Kirk, was ist am Sonntag kommste zum Treffen?

  5. Sebastian permalink

    Hey…ist das die richtige email addy deines blogs:

    sw@xmnr.net ?

    Hab dir mal eine email geschrieben.

    Es geht um sex. Missbrauch…und zwar um einen ganz speziellen Fall der dringend bekannt gemacht gehoert…

    Lg

    Sebastian

    • Hallo Sebastian,

      habe jetzt eine Weile nicht mehr in mein Blog reingeguckt. Ich guck mir deine Mail an.

      Bis die Tage

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  1. JAWOs Links am Mittwoch – KW 38/39 in 2015 - NICHT-Feminist

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