Skip to content

Das ist Essentialismus!

by James T. Kirk on Februar 9th, 2013

Eigentlich wollte ich mal darüber schreiben, was für ein schlimmer Antisemit ich in letzter Zeit geworden bin, aber darüber schreibe ich später einmal. Ich bin jedenfalls überrascht, wie empfindlich mancher Jude ist und was für eine Paranoia man antrifft, wenn man auch nur ein bißchen Israel kritisiert oder seine Meinung zum jüdischen Beschneidungsritual kundgibt.

Deshalb wende ich mich jetzt Wichtigerem zu: Nämlich der Frage, was es eigentlich auf sich hat mit diesen beständigen “Essentialismus”-Vorwürfen seitens feministischer Mitbürgerinnen und Mitbürger, sobald man unsere Geschlechtlichkeit biologisch definiert. Feministinnen werden nicht müde, sich darüber zu mokieren, daß angeblich unsere Freiheit beschnitten sei, wenn man das Konzept einer Wesenhaftigkeit von Mann und Frau vertritt.

Daß Deutschland sich rapide dem geistigen Abgrund nähert, kann man auch daran erkennen, daß schon begriffslogisch unsere Geschlechtlichkeit gar nichts anderes als biologisch bedingt sein kann.

Ich habe ja nichts dagegen, daß wir kulturell bedingt sind – das sind wir in der Tat. Nur eben nicht unsere Geschlechtlichkeit. Sicherlich mögen auch frühere Erwartungen und Vorschriften an die Geschlechter kulturell bedingt sein – keine Frage. Nur warum soll ausgrechnet unsere Geschlechtlichkeit selbst etwas Sozialisiertes sein?

Ein Gender-Theoretiker ist hier natürlich etwas schwer von Begriff und geistig nicht dazu in der Lage, einmal zu erwägen, daß unser Sozialisiertsein auch außerhalb des Geschlechtsbegriffs zu erfassen ist. Solche einfachen philosophischen Gedankengänge sind für unsere doch so akademischen und hyperintellektuellen Freunde Lichtjahre entfernt.

Natürlich sind wir als Männer und Frauen in einem gewissen Maß “variabel”. Nur dummerweise bleiben wir immer wieder Männer und Frauen, egal was wir tun. Woran mag das liegen? Na vielleicht ist ja unsere Geschlechtlichkeit einfach nicht variabel, aber – und jetzt kommt’s – wir als Individuen?

Sicherlich sind wir als Menschen sehr variabel. Da wir aber in einer etwas wirren Zeit leben, haben es sich unsere Gender-Freunde in den Kopf gesetzt, daß es unsere “Geschlechtlichkeit” sein muß, die kulturell bedingt ist – obwohl dies begriffslogisch der größte Humbug ist.

Das Problem löst sich ganz einfach, wenn man begreift, daß der Begriff der Geschlechtlichkeit schlicht und einfach nur dazu da ist, um exakt unsere biologisch bedingten Differenzen zum Ausdruck zu bringen – psychisch wie physisch. Mit irgendetwas müssen wir ja die empirische Gegensätzlichkeit und Fortpflanzungseinheit von Mann und Frau zum Ausdruck bringen. Womit tun wir dies? Mit Begriffen. Die Begriffe sind also “nachträgliche” Setzungen von Erfahrungstatbeständen. Die Gegensätzlichkeit, Essentialität und Permanenz des Mann- und Frauseins sind nun einmal eine universelle Erfahrungstatsache.

Daß wir als Männer und Frauen in hohem Maße auch kulturellen und sozialen Einflüssen unterliegen, berührt das Moment der Geschlechtlichkeit überhaupt nicht. Denn sonst könnten wir weniger Mann oder Frau sein als es andere sind, die angeblich mehr Mann oder Frau sind. Der Begriff der Geschlechtlichkeit beschreibt lediglich unsere körperlichen und seelischen Unterschiede, die zwingend mit dem Mann- und Frausein verbunden sind – egal was wir sonst so aus unserem Leben machen. Eine weibliche Informatikerin mit Brille und Kurzhaarschnitt ist ja nicht weniger Frau als ein sexy Model.

Das große Gender-Brimborium um den Begriff der Geschlechtlichkeit ist vollkommen absurdes Gaga-Theater. Hier wird ein Begriff okkupiert, um einen politischen Geschlechtsrelativismus zu legitimieren. Oder einfacher gesagt: Hier wird Wissenschaft mißbraucht.

Daß Mann und Frau eine Essenz, ein Wesen, haben, ist nichts Besonderes und schränkt uns keineswegs in unserer Freiheit ein. Unsere individuelle Freiheit baut auf dem irreversiblen Fundament unserer geschlechtlichen Identität auf. Ich kann mich als Mann noch so anstrengen, ich werde keine Frau. Auch psychisch nicht. Genau dieser Teil beschreibt unsere Essenz. Auch wenn ich als Mann Kindergärtner werde, zur Ayurveda-Behandlung gehe und nur noch über Beziehungen rede, so bleibe ich doch psychisch ein Mann. Da kann ich machen, was ich will – selbst wenn ich mir größte gesellschaftliche Freiheiten herausnehme. Ich werde allenfalls zu einem degenerierten Mann, der seine Männlichkeit unterdrückt und doch nie eine Frau wird.

Feministinnen haben ein Problem damit, daß nur zu offensichtlich unser psychisches Mann- und Frausein biologisch bereits gesetzt sind. Anders lassen sich viele Dinge in unserem Leben gar nicht erklären. Die Neurose unseres Zeitalters besteht darin, daß das Projekt der Gleichberechtigung und der Befreiung von Traditionalismen auf den Begriff der Geschlechtlichkeit gemünzt wird. Dabei ist diese gar nicht das Problem. Warum sollte sie? Das Problem sind gesellschaftliche Einengungen und Vorgaben – diese müssen beseitigt werden. Daß diese Einengungen zufällig mit den Kategorien Mann und Frau korrelieren, tut nichts zur Sache. Ein Neger muß auch nicht sein Negersein überwinden, um alle Rechte eines Weißen zu erhalten und sich frei zu entfalten.

Gender-Theoretiker treten in Geschlechterfragen so auf, wie wenn “Race-Theoretiker” uns weismachen wollten, es gebe kein physisches und psychisches Neger-, Rothaut- oder Weißsein, sondern dies doch bloß finstere Konstruktionen einer “Rassennormativität” seien. Und dann schreiben sich diese “Race-Theoretiker” zufällig auch noch mit Fanfaren das Ziel des Antirassismus und der Nichtdiskrimierung (nach Rassenmerkmalen) auf die Fahnen.

Liebe “Race-Theoretiker” und “Race Studies”-Studenten,

alles in Ordnung. Rothaut, Neger und Weißer leben in Eintracht miteinander und finden ihr Rothaut-, Neger- und Weißsein auch noch prima! Und das, obwohl sie sich früher einmal die Schädel eingeschlagen haben.

An diesem Beispiel, das mich selbst sogar überrascht, kann man sehen, in was für einem Irrenhaus die Gender-Studies stattfinden.

Gender-Theoretiker schütten gewissermaßen das Kind mit dem Bade aus. Unsere Geschlechtlichkeit muß nicht abgeschafft oder “dekonstruiert” werden, damit wir als Männer und Frauen freier sind oder friedlich zusammenleben.

Es erfordert eine gewisse geistige Unabhängigkeit und Furchtlosigkeit, um diese Erkenntnisse machen zu können. Denn es ist nicht das angenehmste Gefühl zu realisieren, daß die Gesellschaft am Rad dreht und völlig irrsinnigen Denkfiguren und Überzeugungen anhängt – wie eben, daß Geschlechtlichkeit kulturell bedingt sein könnte.

Nur blöd für Freunde der Gender-Theorie, daß der Begriff der Geschlechtlichkeit durch ihre Anschauung vollends seinen Sinn verlöre und man sie fragen müßte, womit sie sich eigentlich genau beschäftigen, was dieser Begriff eigentlich genau noch aussagen soll. Eine kulturell variable Geschlechtlichkeit ist schlicht und einfach keine “Geschlechtlichkeit” mehr.

Das ist Relativismus at it’s best und ad absurdum.

Unser “Rassesein” könnte ebenfalls nicht “kulturell” bedingt sein, weil sich dann der Begriff der Rasse erledigen würde und es schlicht kein “Rassesein” mehr gäbe.

Ich komme vor allem auf diese Dinge zu sprechen, weil man in den gender-orthodoxen Argumentationen schon auf einer Meta-Ebene auf zahlreiche Absurditäten und Widersprüche trifft, wenn man nur einmal anfängt, diese zu hinterfragen. Eine dieser Absurditäten ist der “Essentialismus”-Vorwurf.

Der Essentialismus-Vorwurf geht schon deshalb ins Leere, weil die Wesenhaftigkeit von etwas keineswegs unsere Freiheit einschränken muß. Ich spüre meine Wesenhaftigkeit als Mann sehr deutlich und ebenso die Wesenhaftigkeit des Frauseins. Fühle ich mich deshalb eingeschränkt? Im Gegenteil, es ist ein gutes Gefühl, ein Mann zu sein, und es ist schön, daß es Frauen gibt.

Hier kommen wir wieder unverhofft beim totalitären Aspekt der Gender-Ideologie an. Denn diese allgemeinen Empfindungen, die ich hier schildere und die so gut wie jeder teilt, werden nicht etwa von der Gender-Guerilla uneingeschränkt akzeptiert und respektiert, sondern es wird permanent unterstellt, die Normalbevölkerung sei fremdbestimmt, manipuliert, hänge an Illusionen, sei durch “Rollenbilder” konditioniert oder – wie neuestens – aufgrund von “kapitalistischen Interessen” in Männer- und Frauenrollen gedrängt, da sich so mehr Geld verdienen lasse.

Auch an diesem letzten Beispiel, das auf Kathrin Rönnicke zurückgeht, zeigt sich die völlige Hirnrissigkeit von Gender-Ideologen. Denn in der schönen neuen Genderwelt, die Feministinnen gerne hätten, ließe sich nicht weniger Geld durch “Kapitalisten” verdienen. Ob man sich als Mann nun ein rosa T-Shirt mit Blumen drauf oder ein graues ohne Motive, in dem man sich mal wieder so richtig wie Sylvester Stallone fühlen und seine hegemoniale Männlichkeit auskosten kann, ist wohl ökonomisch recht irrelevant. T-Shirt bleibt T-Shirt. Farbe bleibt Farbe. Irgendwas müssen wir ja anziehen.

“Der Kapitalismus” erzieht uns also zu Mann und Frau, um mehr Geld an uns zu verdienen. Da kann man auch gleich an eine jüdische Weltverschwörung glauben, die die Holocaustlüge in die Welt gesetzt hat, damit wir Deutschen ausgenommen werden können.

Daß Feministinnen eine “Gleichmacherei” von Mann und Frau anstreben – was sie immer wieder bestreiten-, wird unzweifelhaft dadurch bewiesen, daß pauschal sämtliche Zustände der Ungleichheit von Mann und Frau, der unterschiedlichen Verteilungen der Geschlechter prinzipiell und in regelrecht wahnhafter Weise auf Fremdbestimmungs- und Manipulationskonstellationen zurückgeführt werden. Gesellschaftliche Sachverhalte, die also auch auf hundert andere Faktoren zurückgeführt werden können, werden ohne jede Distanz und Skepsis wahnhaft auf eine Ursache zurückgeführt, die keineswegs als solche gesichert ist.

Es wird also überhaupt gar nicht erst die Möglichkeit zugelassen, daß Ungleichheiten von Mann und Frau auch legitime Ursachen haben können.

Diese Denkfigur ist bereits die entscheidende. Mehr braucht es nicht, um Gender-Theoretiker und Feministinnen als seriöse Forscher und Zeitgenossen zu diskreditieren.

Mir geht es vor allem um diese philosophische Ebene, weil bereits hier alle Karten auf dem Tisch liegen. Man muß sich nur die Argumentations- und Denkfiguren der Gender-Gemeinde auf rein theoretischer Ebene anschauen und kann hier ohne Schwierigkeit zahlreiche Widersprüche, Denkfehler und willkürliche Deutungen der Realität nachweisen.

Denn ohne daß die kulturelle Bedingtheit unserer Geschlechtlichkeit je abschließend bewiesen wäre – noch daß sie irgendeinen Sinn machte -, werden dennoch sogleich in wildestem Umfang politische Empfehlungen, Forderungen und Idealvorstellungen formuliert, die angeblich selbstverständlich wären und unbedingt für das Ziel einer “gerechten Gesellschaft” umgesetzt werden müßten. Man denke nur an die verblendete Rhetorik einer Nadine Lantzsch oder Sigrid Schmitz.

Man kann also schon vor aller Empirie und wissenschaftlichen Verausgabung in biologischen Studien und Experimenten, wie Christian sie auf seinem Blog praktiziert, zeigen, daß wir es hier mit Fanatikern, Fundamentalisten, politischen Agitatoren zu tun haben. Dies wird deutlich am Blick auf die Realität: Ungleichheit ist per se illegitim – unabhängig davon, ob sie nun existiert oder nicht.

Mir ist es immer wieder wichtig, auf diese Ebene hinzuweisen, weil diese Dinge im allgemeinen viel zu wenig berücksichtigt werden. Gerade an der Universität wäre es eine Freude, mal in einem Gender-Seminar zu sitzen und die Dozenten mit solch einfachen und grundsätzlichen Fragen zu konfrontieren.

Eine dieser sehr amüsanten Fragen wäre auch, wie mir ein Gender-Theoretiker eigentlich erklären kann, warum wir – selbst wenn unsere Geschlechtlichkeit ausschließlich kulturell bedingt wäre – deshalb überall gleiche Männer- und Frauenanteile bräuchten. Wenn wir “gleich” sind, können wir doch machen, was wir wollen? Dies soll der Herr Dozent doch bitte einmal begründen. Dürfen “Männer” und “Frauen” keine unterschiedlichen Lebensentwürfe haben, auch wenn sie “gleich” sind?

Wie läßt sich dies rechtfertigen? Wie halten es Gender-Theoretiker eigentlich mit Demokratie und Grundrechten angesichts dieser anmaßenden Visionen? Und dann kann man noch die listige Frage stellen, warum wir eigentlich noch nach “Männern” und “Frauen” unterscheiden. Was soll das? Ich denke, die sind “gleich”. Wie ist das denn nun jetzt gemeint mit der “Gleichheit”? Wie will man Männer und Frauen gleichverteilen, wenn sie gar nicht zu unterscheiden sind? Sie sind doch gleich?! Wie will man “gleiche” Menschen gerecht verteilen? Wie soll ich beispielsweise Neger von Negern unterscheiden?

Und dann kriegt eine Frau wie Judith Butler noch den Adorno-Preis verliehen, deren “Philosophie” weitestgehend darin besteht, völlig subjektive und willkürliche Deutungen des Geschlechterlebens in möglichst schöngeistige Worte zu verpacken, die irgendwie “progressiv” oder “systemkritisch” klingen. Es ist schon traurig, daß niemand den Mut hat, diesen geistigen Müll als das zu entlarven, was er ist.

Schauen wir uns doch mal die bösen Vorstellungen von einer männlichen und weiblichen Essenz genau an, die wir rechten Männerrechtler so haben:

Also, Männer und Frauen haben ein je eigenes Wesen. Das glauben wir. Wenn dem nicht so wäre, wären die Liebesbeziehungen zwischen den Geschlechtern ja auch völlig kontingent bzw. gar nicht erst möglich – da es keine psychische Männlichkeit und Weiblichkeit mehr gäbe. Was sagen uns jetzt Feministinnen? Feministinnen sagen uns, daß wir alle gleich sind. Männer und Frauen sind also wesenhaft gleich? Verstehe ich das richtig?

Dann antworte ich frech: Das ist Essentialismus!

Nieder mit dem Essentialismus!

Wie billig und inhaltsleer der Vorwurf des Essentialismus ist, sieht man schon daran, daß er in gleicher Weise auch auf das “progressive Geschlechterkonzept” der Gender-Theologie zutrifft. Das einzige, was sich geändert hat, ist schlicht die Tatsache, daß wir es nun mit einem “Gleichheitsessentialismus” zu tun haben. Irgendwie dumm, daß Gender-Theologen so sehr auf das Moment der Gleichheit fixiert sind, daß glatt wichtige geistige Normalfunktionen bei Ihnen aussetzen. Ein Essentialismus der Gleichheit ist nicht besser als ein Essentialismus der Ungleichheit. Aber na ja. Auch ein Essentialismus der Gleichheit macht uns “unfrei”.

Beide Male wird den Geschlechtern ein Wesen zugeschrieben. Das eine Mal sind sie verschieden, haben also zwei unterschiedliche Wesen. Das andere Mal sind sie gleich, haben ein identisches Wesen.

Man könnte nun mit dem gleichen Furor der Gender-Ideologen auftreten und sich darüber beschweren, daß man sich als Mann oder Frau eingeschränkt fühlt, da man gerne anders sein möchte als das andere Geschlecht oder sich einfach anders fühlt, dies nun aber geleugnet oder abgelehnt wird. Was für finstere Absichten könnten eigentlich dahinter stehen, daß wir als Männer und Frauen nicht verschieden sein dürfen und pauschal in unserem Wesen gleichgesetzt werden?

Die Unterschiedlichkeit von Mann und Frau bedeutet mir persönlich sehr viel.

Man kann in den Phantasmagorien der Gender-Apokalypse immer wieder das gleiche Muster feststellen: Das Moment der Ungleichheit wird willkürlich denunziert und delegitimiert, das Moment der Gleichheit hingegen ebenso willkürlich aufgewertet und idealisiert.

Nichts anderes stellt die Gender-Ideologie dar: Einem vermeintlichen bzw. längst verblichenen Ideal der Ungleichheit von Mann und Frau wird pauschal das Ideal der Gleichheit entgegengesetzt. Ein Ideal ersetzt das andere. Eine einengende Normativität weicht der nächsten. Deshalb sind Feministinnen übrigens auch genauso sexistisch wie ihre Todfeinde. Wenn man früher meinte, eine Frau solle nicht Informatikerin werden, weil das nicht in ihrem Blut liege, so propagiert man heute, mindestens 50% der Informatiker sollten Frauen sein, weil es ihnen genauso im Blut liege wie Männern.

Das ist Sexismus!

Das Geschlecht wird erneut zum Kriterium gemacht. Nur diesmal entlang einer Gleichheitsrichtlinie.

Ich möchte als Frau nicht fremdbestimmt werden und auf die gleichen Präferenzen und Neigungen festgelegt werden wie Männer! Schlimm, wie hier das Geschlecht zu einem Kriterium gemacht wird. Ich bin empört.

Gender-Theoretiker sind genauso “essentialistisch” und “sexistisch” wie unsereins, die wir nachweislich für Frauen nur das Dasein als Mutter und Hausfrau für förderlich erachten – und die wir “reaktionär”, “homophob” und “rechtsoffen” sind.

Sicherlich sind meine Ausführungen etwas sophisticated. Es geht hier auch nicht darum, den Gender-Firlefanz mittels anspruchsvoller Argumente zu widerlegen oder aus der Welt zu schaffen. Ich finde es nur schade, daß man in dieser Debatte wieder und wieder auf die schwerwiegende biologische Empirie verweist, wie dies Christian und andere Gender-Kritiker tun, statt einmal schon auf einer Meta-Ebene den grassierenden Irrsinn der Gender-Terminologie auf den Tisch zu legen.

Es wäre ein schöner Spaß, einen akademischen Gender-Theoretiker vor einem großen Publikum vorzuführen und seine philosophische Inkompetenz offenzulegen. Es ist meiner Meinung nach wesentlich sinnvoller, den grassierenden Unsinn hinter den Begriffen und Vorstellungen von Gender-Theoretikern darzulegen, als zum hundertsten Mal auf biologische Forschungen zu verweisen.

Wie man weiß, gibt es zu allem auch immer wieder andere Forschungsergebnisse oder Interpretationen – nirgendwo läßt sich die Hirnrissigkeit der Gender-Kunstwelt besser darlegen als auf der geisteswissenschaftlichen Ebene. Hier liegt sozusagen bereits des Pudels Kern.

Nicht nur das. Hier kann man auch zeigen, daß man es mit bornierten Ideologen zu tun hat – deren geistige Fehlleistungen jeder Beschreibung spotten.

12 Comments
  1. derdiebuchstabenzaehlt permalink

    @ Christians Blog

    Du nimmst doch den Femifreund Christian
    nicht ernsthaft ernst?

  2. derdiebuchstabenzaehlt permalink

    Du nimmst doch den Femiversteher
    @Christian nicht ernsthaft ernst?
    Der will doch nur reden, auch wenns nix bringt!

  3. hikaru sulu permalink

    nur kurz:

    ada lovelace, du pfeife.

    garak/bashir, du pfeife.
    jadzia dax/lenara kahn, überhaupt das ganze trill-ding, du pfeife.

  4. hikaru sulu permalink

    zugegeben, der erste punkt meines letzten kommentars geht ein bisschen daneben. dein text ist anders total dämlich als ich es zuerst dachte. da er aber immer noch total dämlich ist, werd ich nicht um verzeihung bitten.

  5. Dummerjan permalink

    Du hast das N-Wort verwendet. Du hast N*eger gesagt.

  6. Schade, daß Harald Schmidt nicht mehr im öffentlichen TV ist:

    Der hat Neger gesagt.

  7. hikaru sulu permalink

    so in der rückschau glaube ich, dass harald schmidt stefan raab bitter nötig hatte, um im vergleich zu ihm den eindruck erwecken zu können, er hätte niveau.

  8. @ Sulu

    Ich glaube, du unterschätzt beide. Harald Schmidt kann man durchaus als genial bezeichnen. Und Raab ist auch okay. Das ist sozusagen intelligenter Proll-Humor. Das muß man auch erst mal hinkriegen. Ich find ihn gut.

    Mal gucken, ob der Neger jetzt klappt. Der blöde Link wurde nicht umgewandelt:

    http://www.youtube.com/watch?v=tAdyJe13Hmc

    Apropos genial. Diese Negersache ist ja nun wirklich einer der vielen Höhepunkte. Auch die Sache mit Hermes Phettberg war teilweise genial. Zum Beispiel der Witz “Das kann sich in Wien ja nicht mal ein Kardinal erlauben.” Gucks dir an.

  9. Ein guter Artikel!
    Mich nervt diese ‘Gleichheits’-Debatte auch: Da wird ‘Gleichheit’ mit ‘Gleichwertigkeit’ und ‘Gleichberechtigung’ verwechselt.
    Dass die weibliche und männliche Ausgabe einer Art nicht ‘gleich’ sind, das ist schon rein äußerlich zu sehen. In der äußeren Form, also im Körper, spiegelt sich ein Teil der seelischen und geistigen Eigenart des Lebewesens. Mensch braucht sich das nur mal bei Rindern oder Gorillas anzusehen.
    Die männliche und weibliche Ausgabe einer Art haben verschiedene Aufgaben und sind vermutlich im Laufe der Evolution für jeweils ihre Aufgabe optimiert.
    Durch Erziehung lässt sich beim Menschen die Biologie ein wenig überschleifen aber bestimmt nicht ganz wegschleifen.

  10. Danke. Die Dinge, die du ansprichst, liegen leider in einem Bereich, den Feministinnen nicht haben wollen. Es ist hoffnungslos, auf diese einfachen Dinge hinzuweisen. Man kann Feministinnen durchaus als geistig behindert beschreiben.

    Es ist ja nicht so schwer, die Begriffe Gleicheit und Gleichwertigkeit oder Gleichberechtigung auseinander zu halten. Oder sich mal zu fragen, wie der männliche und weibliche Körperbau entstanden sind.

    Nicht schwer, aber für Feministinnen die “falsche” Richtung.

    “Die Erde ist eine Scheibe” im Internetzeitalter.

  11. Gerd Buurmann permalink

    James T. Kirk,

    schon der erste Abschnitt ist komisch! James T. Kirk gegen die Beschneidung? Ein jüdischer Captain der Enterprise? Mach Dich nicht lächerlich! Juden sind nicht schneller oder langsamer beleidigt als andere Menschen, das solltest Du als Jude eigentlich wissen.

  12. Hallo Gerd, du hinterhältiger und verschlagener Zionist.

    Ich zensiere dich immerhin nicht auf meinem Blog. Wir Juden lernen dazu. Die Beschneidung eines acht Tage alten männlichen Säuglings ohne Betäubung ist ein völlig sinnloser archaischer Eingriff, der die Würde des Kindes verletzt, ihm extreme Schmerzen zufügt, damit die bereits beschnittenen Erwachsenen sich selbst nicht schmerzhafte Fragen stellen müssen über die Sinnhaftigkeit ihrer eigenen Beschneidung.

    Genauso funktioniert auch das Schlagen der Kinder über Generationen. Immer mehr Juden werden dieses Ritual aufgeben. Rückblickend läßt sich sagen, daß ungefähr um die Mitte des 21. Jahrhunderts dieses Ritual nicht mehr mehrheitsfähig war und zunehmend geächtet wurde.

    Ich, Kirk, als größter Stecher des Universums bin natürlich ebenfalls nicht beschnitten. Da war meine Mutter klüger.

    Forschungen von Spock haben übrigens ergeben, daß sämtliche Beschneidungsrituale bei Jungen und Mädchen historisch dem Zweck dienten, ihnen die Lust an ihrer eigenen Sexualität zu nehmen, sie zu traumatisieren und sie an der Selbstbefriedigung zu hindern. Dies ist sozusagen das Reinheitsopfer, das einem autoritären und die Sexualität dämonisierenden Gott gespendet wurde.

    Beschneidungsrituale sind das Ergebnis einer religiös unterlegten Prüderie.

Leave a Reply

Note: XHTML is allowed. Your email address will never be published.

Subscribe to this comment feed via RSS