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Heinz-Jürgen Voß – Der größte Biologe aller Zeiten

by James T. Kirk on Oktober 27th, 2013

Dieses Mal möchte ich Heinz-Jürgen Voß, den größten Biologen aller Zeiten – kurz: GröBaZ – vorstellen. Er ist studierter Biologe und arbeitet unter der Ägide von Gender-Forscherin Sigrid Schmitz. Ich persönlich lese mir ja nicht viel von diesem Gender-Zeug durch. Da habe ich Wichtigeres zu tun. Man muß auch nicht viel davon lesen, um zu begreifen, daß es sich

a) um Schwachsinn handelt und
b) in primitivster Weise politisch zweckgerichtet ist.

Ich möchte meinen Lesern aber trotzdem mal genüßlich einen Textausschnitt vom GröBaZ Heinz-Jürgen Voß vorsetzen. Jeder lese sich ihn mal durch und achte selbst darauf, was daran nicht stimmt. Ich warne ausdrücklich vor der Lektüre dieses Ausschnitts, da es zu heftigen, auch körperlichen Reaktionen der Fassungslosigkeit kommen kann. Es ist wirklich ziemlicher Hardcore.

In einem Interview mit einem Magazin unserer von Steuergeldern bezahlten Bundeszentrale für politische Bildung, die eigentlich zum kritischen Denken anregen soll, bekommt GröBaZ Voß artige und harmlose Fragen gestellt. Es geht in dem Gespräch um unsere Geschlechtlichkeit, was sie eigentlich ausmache und ob sie überhaupt biologisch bestimmbar sei. Die Interviewerin zeigt kein großes Interesse daran, Voß argumentativ in Bedrängnis zu bringen. Hier nun eine Frage gegen Ende des Interviews und Vossens Antwort:

Aber ist es nicht so, dass Frauen zum Beispiel Kinder bekommen können und Männer nicht?

Gegen dieses beliebte Argument der Gebärfähigkeit von Frauen sprechen mehrere Punkte. Fortpflanzung ist zwar zur Arterhaltung des Menschen nötig, aber deshalb muss nicht jede oder jeder Einzelne auf klassischem Weg Kinder bekommen können. Es hat sich gezeigt, dass Fortpflanzungsfähigkeit beim Menschen nicht so verbreitet ist, wie oft angenommen. So hat das Bundesland Sachsen die Erstattungsfähigkeit von Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung wieder eingeführt, weil Studien ergaben, dass mindestens 15 Prozent der heterosexuellen, fortpflanzungswilligen Paare über einen längeren Zeitraum nicht in der Lage waren, Kinder zu bekommen. Wäre Fortpflanzung also wichtig zur Festlegung des biologischen Geschlechts, wären diese 15 Prozent nicht typisch männlich oder weiblich. Über diese organisch orientierte Frage hinaus ist in der Analyse auch der Wunsch von Menschen zu berücksichtigen, Kinder zu haben oder nicht.

Diese Zeilen lösen auch bei mir heftigste Gefühle aus. Wieviel Gras muß man eigentlich geraucht haben, um solch einen Unfug von sich geben zu können? Gehen wir diese Passagen einmal Detail für Detail durch. Die Fragestellerin spricht ja ausdrücklich von der Gebärfähigkeit von Frauen. Sie spricht also die Tatsache an, daß Frauen über Organe und Funktionspotentiale verfügen, die es einzig und allein ihnen ermöglichen, Kinder zu gebären und sie zuvor in ihrem Mutterleib sich entwickeln zu lassen. Voß wechselt nun einfach die Ebene und interessiert sich dafür, was Frauen mit diesem Potential anstellen und daß manche Frauen aus verschiedenen Gründen zeitweilig nicht schwanger werden.

Wie verlogen und geistig pervertiert die allermeisten Gender-Theoretiker sind, läßt sich an dieser Antwort sehr schön studieren. Die Interviewerin führt ja lediglich ins Feld, daß Frauen Kinder gebären können – und Männer nicht. Heinz-Jürgen Voß könnte nun also einfach sagen: Ja das ist der Fall. Männer können auch beim besten Willen keine Kinder gebären.
Gender-Scholastiker Voß findet aber einen Ausweg. Eben war in der Frage noch von Gebärfähigkeit die Rede, nun pariert Voß und erzählt uns etwas von der Fortpflanzungsfähigkeit – also etwas, das das ganze Paar betrifft. Er umgeht hier also mal eben die Tatsache, daß Frauen unabhängig von etwaigen Schwangerschaften und Fortpflanzungswünschen, unabhängig von der Zeugungsfähigkeit des Mannes schlicht und einfach über eine Gebärmutter, Eierstöcke und diverse diesbezügliche Funktionspotentiale verfügen.

Für einen Biologen müßte dies eine erstaunliche Tatsache sein, völlig egal, wie das individuelle Leben von Paaren aussieht. Auch die alleinige männliche Zeugungskraft und die Komplementarität von Gebär- und Zeugungsfähigkeit werden einen Biologen ernsthaft zum Nachdenken bringen. Nicht so Heinz-Jürgen Voß. Dieser erklärt uns, daß 15% der fortpflanzungswilligen Paare in Sachsen zeitweise nicht in der Lage sind, Kinder zu zeugen. Das ist ja unglaublich. 15% zeitweise. Aber ganz offenbar sind ja immerhin die Anlagen zur Fortpflanzung in Mann und Frau vorhanden.

Das sind die Antworten eines Biologen im Gender-Zeitalter. Genauso wie es ein Exit-Programm für Rechtsextreme gibt, wäre es meiner Meinung nach an der Zeit ein Exit-Programm für Gender-Geschädigte aufzulegen. Es ist allerdings fraglich, ob Heinz-Jürgen Voß sich freiwillig dazu meldet.

Man kommt angesichts dieses Schwachsinns nicht umhin, Vergleiche zum Gebaren von Rassenbiologen im Dritten Reich zu ziehen – die ja ebenfalls ihre Disziplin mißbrauchten, um politisch wunschgemäße Ergebnisse zu produzieren.

Es wäre nun interessant zu erfahren, wieviel der 15% zeitweise Fortpflanzungsunfähigen es trotzdem schaffen, sich irgendwann einmal fortzupflanzen. Und dann wäre noch interessant, wer bei einer künstlichen Befruchtung eigentlich das Kind austrägt. Im Grunde genommen ist es auch wieder nicht interessant, denn ein nicht gendergestörter Mensch muß sich auf solch eine spitzfindige Ebene gar nicht einlassen und sich mit Blödsinn befassen, der noch nicht mal blöd ist. Heinz-Jürgen Voß ist offenbar nicht in der Lage, selbst zu begreifen, wie irrelevant und tendenziös seine Argumentation ist. Er hat noch die Unverfrorenheit, folgenden Satz nachzuschieben:

Über diese organisch orientierte Frage hinaus ist in der Analyse auch der Wunsch von Menschen zu berücksichtigen, Kinder zu haben oder nicht.

Im Klartext: Wir können also nicht so ohne weiteres zwischen Männern und Frauen unterscheiden, weil Frauen ja nicht unbedingt Kinder haben wollen. Alles klar? Dann gebären sie nämlich keine Kinder – genauso wie Männer. Alles klar?

Heinz-Jürgen Voß ist ein “Wissenschaftler”. Er arbeitet an einer Universität, erhält zahlreiche positive Rezensionen für seine Bücher. Und Sigrid Schmitz, eine Professorin, ist offenbar ebenfalls ganz angetan von Vossens Wirken. Voß schafft es also, in diesem Interview mittels schwachsinnigster scholastischer Verdrehungen die simple Tatsache zu negieren, daß ausschließlich Frauen das Potential haben, Kinder zu bekommen.

Wer den endgültigen Beleg dafür haben möchte, daß man die Gender-Forschung durchaus als Geisteskrankheit bezeichnen kann, der lese das ganze Interview. Hier noch eine Kostprobe:

Auch deswegen plädieren Sie für die Aufhebung der Unterscheidung zwischen Männern und Frauen und argumentieren, dass biologisches Geschlecht nicht in zwei Ausprägungen auftritt. Vielmehr sollte Geschlecht als ein Kontinuum betrachtet werden, das durch ein Zusammenwirken vieler Faktoren bestimmt wird. Im Alltag aber hat man scheinbar eindeutig mit Frauen oder Männern zu tun. Spricht das nicht gegen ihre These?

Die Einteilung in Männer und Frauen hat mit biologischen Eigenschaften wenig zu tun. Viele dieser Eigenschaften sind im Alltag gar nicht sichtbar. Genitalien zum Beispiel sind die meiste Zeit verdeckt. Vielmehr lernen wir von klein auf, Personen anhand ihrer Kleidung, Verhaltensweisen oder ihrer Körpersprache als Männer oder Frauen zu identifizieren.

Unsere sehr unterschiedlichen und komplementären männlichen und weiblichen Geschlechtsorgane sind also durch Kleidung verdeckt. Das ist wohl der Endsieg der Gender-Theorie!

So kann man nicht mehr richtig erkennen, ob wir Männer oder Frauen sind. Nur noch die geringere Größe von Frauen, die Zierlichkeit, die helle weibliche Stimme, der Busen, die schönen Gesichtszüge wie z.B. Augenbrauen, Wangen, Augen und Mund, die Kopfform, der Hals, Beine und Körpersilhouette lassen mich regelmäßig von Frauen schwärmen. Der Gender-Theorie würde es wohl gut bekommen, wenn wir künftig alle in einer Burka herumlaufen. So wird “Geschlechterdekonstruktion” leicht gemacht.

Habe ich eigentlich schon erwähnt, daß Heinz-Jürgen Voß bekennend schwul ist? Vielleicht hat es ja damit zu tun, daß er die Zweigeschlechtlichkeit nicht anerkennen möchte und sie als Illusion beschreibt. Jetzt verstehe ich auf einmal, warum so viele Gender-Forscher homosexuell sind.

Vielleicht läßt es sich ja auch leichter und entspannter mit dem eigenen homosexuellen Lebensstil auskommen, wenn man die Zweigeschlechtlichkeit und Heterosexualität kurzerhand wegerklärt. Das ist doch mal ein außergewöhnliches Antidiskriminierungsprogramm. :)

Man sieht hier also eindeutig, daß die Gender-Forschung eine seriöse Wissenschaft ist und daß Heinz-Jürgen Voß an einer bedingungslosen Falsifikation seiner Sichtweisen interessiert ist und ganz gewiß nicht von einer politischen Agenda getrieben ist – ganz so, wie wir es von einem Wissenschaftler erwarten.

Das ist sehr beruhigend, und abschließend möchte ich noch ein Zitat von Voß bringen, das meine Wenigkeit betrifft:

eigentlich liegt es mir fern, mich mit Beiträgen auf diesem Niveau auseinanderzusetzen – nur weil man anderer Auffassung ist, der anderen Seite „Dummheit“ vorzuwerfen, ist nur noch einen kleinen Spalt von den Betrachtungen auf „Gender Ideologie“ entfernt, in denen mir – so wie es Anfang des 20. Jahrhunderts üblich war – „Homosexualität“ diagnostiziert wird und stets „mitbenannt“ wird, und zumindest der Eindruck entsteht, dass man allein damit schon meine Betrachtungen diskreditieren wolle. Wo sind wir, dass Menschen nicht einfach diskutieren können, sondern wir auf solch einem Niveau ankommen, damit Aussagen von Menschen als illegitim erscheinen?

Tja, so bin ich halt. Manche Leute haben auch die Dreistigkeit, darauf hinzuweisen, daß es sich bei den Anhängern der Theorie vom Intelligent Design meist um evangelikale Christen handelt. Aber keine Sorge, Heinz-Jürgen, mit dem Hinweis auf die Homosexualität von Gender-Theoretikern möchte ich sie nicht diskreditieren.

Homosexualität ist nämlich kein Gegenargument gegen die Gender-Theorie. Exorbitanter Schwachsinn aber schon.

Der Mann hat Potential! Was für ein Jammer,
daß er sich nicht für Rassenbiologie interessiert!

7 Comments
  1. hottehü permalink

    “Gegen dieses beliebte Argument der Gebärfähigkeit von Frauen sprechen mehrere Punkte.”

    diese aussage des “biologen” lässt fragen offen:
    welchen geschlecht haben kinder?
    welches geschlecht haben dann diese 15 %, die sich (noch) nicht fortgepflanzt haben?

    “Viele dieser Eigenschaften sind im Alltag gar nicht sichtbar.”

    wer hat eigentlich behauptet, das geschlecht müsse sichtbar sein?
    die blutgruppe sieht man auch nicht.

    ps. dieser mann ist dumm. seine argumentation ist vollkommen unschlüssig.

  2. Peter permalink

    Vielen Dank für diesen Hinweis auf die Gefahr, welche von solchen Apologeten ausgeht. Ich erinnere mich an einen Beitrag in einem Sammelband der Rosa-Luxemburg-Stiftung von ihm mit dem Titel “Feministische Wissenschaftskritik.Am Beispiel der Naturwissenschaft Biologie”. Dort schreibt er auf Seite 244, dass es zu den “sexistischen” und damit “diskriminierenden Inhalten“ der Biologie und Medizin zähle, dass Frauen mit der „Mutterschaft in Verbindung gebracht“ werden würden. Das ist an Dummheit in der Tat kaum noch zu überbieten.

  3. Mc Bad permalink

    Klasse Beitrag!!! Wir haben es bei Voß mit einem ausgemachten Scharlatan zu tun. Unglaublich, dass der Mann Biologe sein soll. Wie ich erfahre habilitiert er sich gerade. Früher nannte man so etwas obskures Dunkelmännertum.

  4. Daß der sich habilitiert, ist neu für mich. Danke für das Lob. Man findet ja eigentlich kaum oder gar nicht solche dezidierten Zerlegungen wie in meinem Beitrag. Es traut sich niemand zu sagen, daß der Kaiser nichts an hat. Und ich bin ja nun kein Biologe, sondern benutze nur meinen “bösen” Verstand.

    Voß hat übrigens in Philosophie bzw. Dr. phil. promoviert und wird dort wohl auch habilitieren. Dem seine Biologie ist praktisch nur ein Sprungbrett zum Gender-Relativismus.

    Man muß sich mal klarmachen, was der in diesem Interview als Promovierter und bald Habilitierter für einen exorbitanten Schwachsinn von sich gibt. Stichwort “verdeckte Geschlechtsorgane” etc. Das alles ist so dermaßen tendenziös und interessengeleitet, man faßt sich nur an den Kopf.

    Vielleicht sollte man mal meine beiden Voß-Artikel unter Studenten bekannt machen, daß dem ordentlich eingeheizt wird. :)

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