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Homoerotik oder Homosexualität?

by James T. Kirk on Oktober 29th, 2015

Triggerwarnung: Kraftvolle Sprache!

Ich bin ja immer wieder verwundert, was für begriffsstutzige Vollidioten auf “Alles Evolution” herumhängen. Momentan erregt man sich dort, daß der Biologe und Gender-Kritiker Ulrich Kutschera “Homosexualität” als Homoerotik bzw. Homo-Intimität bezeichnet wissen will, da es sich bei den sexuellen Aktivitäten dieses Milieus eigentlich nicht um Sexualität handele.

Tja, und damit hat Kutschera natürlich recht. Das Problem: Unsere süßen politkorrekten Schleimerchen, die sich auf “Alles Evolution” herumtummeln, geraten außer sich ob der Möglichkeit, daß Kutschera tatsächlich recht haben könnte. Dieser emotionale Ausnahmezustand – von Tiefenpsychologen auch Abwehr genannt – verhindert es, daß der Intellekt ordentlich arbeitet und unsere Scheißerchen die Wahrheit erfassen könnten.

Ich habe natürlich Mitleid mit diesen Wesen und erkläre hiermit die Sachlage. Aber eigentlich habe ich keinen Bock, hier “Logo” oder “Sesamstraße” zu spielen. Wo sind wir eigentlich? Man mache sich auch klar, daß ein penetranter Wissenschaftsfuzzi wie Christian Schmidt, der Betreiber von “Alles Evolution”, diese einfachen Dinge nicht rafft, die ich gleich erklären werde. Unsere linken, gemäßigten Männerrechtler müssen eben brav sein und dürfen daher das Lügensystem der Homo- und Islamophilie nicht infrage stellen.

So, jetzt aber, der unglaubliche James T. Kirk erklärt die Sachlage. Auch wenn Karsten Mende dies bereits auf seinem Blog getan hat – und Christian Schmidt sich dort ebenfalls eine peinliche Scheiße geleistet hatte. Ich kann Mendes Ausführungen noch ein paar interessante Dinge hinzufügen – sonst wäre ich ja nicht James T. Kirk.

Also: Sexualität ist der Fortpflanzungsakt zwischen Mann und Frau. Jetzt kommt so ein Vollidiot wie Christian Schmidt und sagt mit stolzgeschwellter und gemäßigter Brust: Ey, du arschgefickter Hurensohn! Dann ist ja Sex mit Kondom gar kein Sex!

Nicht jeder Fortpflanzungsakt führt ja auch zur Befruchtung der Eizelle. Sexualität ist es trotzdem. Auch mit Kondom oder Pille. Entscheidend ist die Komplementarität von Mann und Frau. Ohne diese beiden wäre auch ohne Kondom oder Pille keine Fortpflanzung möglich.

Und noch eins: Wir sprechen hier auch von konstitutiven evolutionären Gegebenheiten. Wie also ist überhaupt die Sexualität entstanden? Die Sexualorgane? Die mit der Sexualität verbundenen Prozesse? Eben!

Sexualität kann also nur Fortpflanzungskomplementarität bedeuten.

Mir sind solche Leute wie Christian Schmidt in ihrer Verlogenheit zuwider. Manch einer wundert sich vielleicht über meinen Tonfall. Aber im Zuge der Pirincci-Affäre, der Asyl-Verblödung und der fortgesetzten Weigerung eines Arne Hoffmann, sich nicht mehr saudumm zu stellen, wenn es um das Thema Islam geht, ist meine Geduld am Ende und auch ich radikalisiere mich zusehends. :shock:

Es fehlt nicht mehr viel und ich verübe einen Anschlag auf Heiko Maas oder Sigmar Gabriel. Davor erkläre ich aber noch die Sache mit der Sexualität. Daß Schwule ‘nen Steifen kriegen, wenn sie ficken, ist kein Fortpflanzungsakt. Es ist “Ersatzsexualität”.

Und noch mal für die ganz Bescheuerten: Der Fortpflanzungsakt bleibt ein solcher, auch wenn die letzte Stufe behindert wird. Wenn Homosexuelle erotisch interagieren, findet schlicht kein Fortpflanzungsakt statt. Der Begriff der Homosexualität ist meines Wissens in Deutschland zu Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden und wurde von Homosexuellen geprägt. Meines Wissens jedenfalls. Man muß ja irgendwie das bezeichnen, was Homosexuelle tun. Daher ist es nur zu verständlich, daß man den Begriff der Sexualität adaptiert. Ich werde wohl nicht allzu falsch liegen, wenn ich hiermit postuliere, daß der Begriff der Heterosexualität erstens ein weißer Schimmel eine Tautologie ist und sich zweitens der Homo-Begriffsbildung verdankt, vorher also nicht existierte. Auch dies ist ja sehr bezeichnend.

Man muß eben ein Vollidiot sein, um sich selbst geistig zu versklaven und brav dem aktuellen Homo-Kult zu frönen. Diese elendige neunmalkluge Gutmenschenrhetorik geht mir gehörig auf die Nerven. Diese Leute kommen angesichts von politisch unkorrekten Äußerungen wie denen von Kutschera mit ihrer häßlichen Gutmenschenfresse und präsentieren dann meist sehr oberflächliche formalistische “Argumente”, die erkennbar abwehrbehaftet sind und die weniger die Wahrheit zum Ziel haben als die Verteidigung des eigenen Gutmenschen-Konzepts, der eigenen Herrenmenschenmoralität.

Schauen wir uns also zum Abschluß noch ein paar Argumente an, die ich ein bißchen kommentiere. Dann ist der Artikel auch zu Ende. Ein paar Sachen muß ich dann aber noch sagen.

Was sagt der liebe Herr Christian Schmidt auf seinem Blog?

@axel AE

“wo er den Begriff “Homosexualität” ablehnte und “Homoerotik” vorschlug.”

Das ist ja auch wirklich bescheuert. Was soll das bringen?

Später sagt er noch dies:

Wenn man das konsequent zu Ende denkt müsste man auch von Oralerortik, Analerotik etc sprechen, denn das dient auch nicht der Fortpflanzung. Überhaupt dient eigentlich der allerwenigste Sex beim Menschen der Fortpflanzung in der heutigen Zeit. An was will man das dann festmachen?

Es dient eben allein der Abwertung und Abgrenzung.

Gar nicht so falsch seine ersten Worte. Sexualität im eigentlichen Sinne ist dies auch nicht, aber immerhin treffen hier Mann und Frau aufeinander und sind sexuell erregt, es handelt sich also um eine Abwandlung von Sexualität. “Homosexualität” hingegen hat nun kaum noch etwas mit der eigentlichen Sexualität zu tun, da schlicht und einfach das Gegengeschlecht fehlt – übriggeblieben ist nur noch die sexuelle Erregung, welche Homosexuelle übrigens nur deshalb empfinden können, weil die Heterosexualität evolutionsbiologisch entstanden ist.

Auch hier zeigt sich der Schwachsinn der Homo-Ideologie, denn es ist schlicht und einfach keine “Homosexualität” während der Evolution entstanden, sondern ausschießlich die Heterosexualität. Homosexuelle bedienen sich lediglich ihrer Erregungspotentiale, die ursprünglich der Fortpflanzung dienen. Es gibt keine substantielle Homosexualität. Sie ist ein Nebenprodukt der eigentlichen Sexualität, abhängig von dieser. Nach den gegenwärtigen Theorien entsteht sie schlicht immer wieder neu im Mutterleib durch Hormonmangel, sie ist kein Evolutionsprodukt.

Noch einmal dieser Satz von Wissenschaftsfuzzi Christian Schmidt:

Überhaupt dient eigentlich der allerwenigste Sex beim Menschen der Fortpflanzung in der heutigen Zeit. An was will man das dann festmachen?

Depp, depperter. Man denke an meine anfänglichen Ausführungen. Ich wiederhole das jetzt nicht noch einmal, stelle aber fest, daß Schmidtchen schon einmal vor einem Jahr ganz perplex war ob der Thesen Kutscheras, welche Karsten Mende nämlich bereits für sich formulierte. Man muß sich schon sehr dummstellen, wenn man mit solch lächerlichen reduktionistischen Argumenten kommt wie Schmidt.

Und dies hier noch einmal:

Es dient eben allein der Abwertung und Abgrenzung.

Ein wunderbarer Satz. Ein entlarvender. Tatsächlich dient die Mendesche und Kutscherasche Unterscheidung der “Abwertung” von Homosexualität. Aus einem einfach Grunde. Im Zuge der Homo-Ideologie und -Propaganda wurde Homosexualität schlicht ungebührich aufgewertet und in den Rang einer ebenbürtigen Sexualität erhoben. Die Abwertung der Homosexualität ist also eine nötige Korrektur und Rückkehr zur Realität.

Homosexuelle bedienen sich der Potentiale, die sie ohne Heterosexualität nie hätten. Und trotz Nutzung dieser Potentiale erreichen sie nicht das Ergebnis, welches uns die Heterosexualität zu schenken vermag, Nachwuchs.

Schon an diesen Belangen sieht man – vorausgesetzt, man ist nicht politisch korrekt deformiert -, daß die Homosexualität defizitär ist, wie Matthias Matussek es sagen würde.

Vor über einem Jahr schrieb Blogger Christian Schmidt bereits auf Karsten Mendes Blog denselben Sermon wie jüngst. Er wurde belehrt, hat aber nicht dazugelernt. Dabei ist es interessant zu realisieren, daß Schmidt nicht der begrifflichen Reflexion fähig ist, denn Mende korrigiert ja gerade den Begriff der Sexualität bzw. reduziert ihn auf sein Wesen. Schmidt begreift nicht, daß man unterscheiden muß zwischen dem Begriff als solchem und seiner umgangssprachlichen Ausdehnung. Hier noch mal seine Worte von damals:

Was soll eine solche Unterscheidung bringen? Heterosexueller Analsex ist auch Sex, Heterosexueller Oralsex ist sex. Beides dient nicht der Fortpflanzung und man könnte problemlos auch weitere Formen heterosexueller Sexualität aufführen, die niemals zu einer Fortpflanzung führen können.

Würdest du bei heterosexuellen Analsex von Analintimität sprechen? Und was soll diese Unterscheidung bringen abgesehen von einer bewußten Ausgrenzung Homosexueller aus dem Bereich der Sexualität?

Es geht nicht um eine “Desexualisierung” Homosexueller, sondern um eine “Rekalibrierung” des Begriffs der Sexualität. Der Begriff wird enger. Schwule und Lesben machen eben etwas anderes als Heterosexuelle.
Christian Schmidt beklagt hier doch tatsächlich, daß wir Homosexuellen die Fortpflanzungskomplementarität absprechen.

Soeben habe ich noch einmal einige Kommentare bei Mende gelesen, und ich muß ihm zustimmen, daß die Aufwertung und Naturalisierung der Homosexualität sicherlich auch ihren Grund darin haben, daß man dem Toleranzwahn huldigt. Toleranz kann leichter eingefordert werden, wenn Homosexualität als ebenbürtig angesehen wird. Das ist sie aber ganz offenbar nicht. Vermutlich war es schon ein Antrieb der Sexualwissenschaftler zu Beginn des 20. Jahrhunderts, Homosexualität zu legitimieren und als ebenbürtig darzustellen.

Abschließend möchte ich noch betonen, daß das sprachliche Herumgeiere um den Begriff der Sexualität eigentlich suboptimal und ein Nebenkriegsschauplatz ist. Man kann auch pragmatischer an die Sache herangehen und den Homosexuellen ihre “Sexualität” zugestehen, wenn man vor allem begriffen hat, was Sexualität ist, was die Unterschiede zur Homosexualität sind. Wenn man sich also nicht geistig einlullen läßt. Man sollte die Unterschiede ganz klar registrieren. Dann ist es auch nicht mehr so wichtig, wie genau man nun Homosexualität bezeichnet. :)

Man sollte also dem Sprachfundamentalismus bzw. -purismus, der Wortklauberei entsagen und die tatsächlichen Unterschiede in den Fokus nehmen.

Ich verzichte hier am besten zum Abschluß auf Zitate aus der Diskussion auf “Alles Evolution”. Sie zeugen alle von dem peinlichen Gutmenschenhabitus, den ich zu Anfang beschrieb.

Ein Zitat bringe ich aber doch noch. Es ist von Adrian und wie zu erwarten recht schlicht:

“Und können Homosexuelle dann also keinen Sex haben, sondern nur Erotik?”

Wenn wir keinen Sex haben können, kann man wenigstens nicht behaupten, es ginge uns nur um Sex. Und sexuell übertragbare Krankheiten können wir auch nicht bekommen.
Das Konzept gefällt mir immer besser.

Hier sieht man, daß der schwule Adrian die Sachlage nicht verstanden hat. Er begreift nicht, daß man ihm keine sexuellen Handlungen abspricht, sondern lediglich Sexualität als Begriff auf ihren Kern und Ursprung reduziert. Es gibt also eine quasi begrifflich korrekte Sexualität – die Adrian nicht praktiziert – und eine umgangssprachliche Sexualität, die Adrian vollführt.

Mit all den Konsequenzen wie sexuell übertragbare Krankheiten oder Sexsucht unter Schwulen.

Warum spreche ich von Vollidioten und greife auf Pirincci-Rhetorik zurück?

Weil manche Leute einfach nicht sonderlich subtil denken können und die einfache Unterscheidung zwischen einem biologisch korrekten Begriff und seiner umgangssprachlichen Anwendung hinkriegen.

Nun könnte man Adrian noch zugute halten, daß seine Frage polemischer Natur war. Trotzdem hat er offenbar nicht verstanden, daß Kutscheras Degradierung der “Homosexualität” ihre Berechtigung hat. Auch die anderen Leute in der Diskussion scheinen etwas begriffsstutzig zu sein. Sie halten sich an formalistischen sprachlichen Betrachtungen fest, ohne wirklich zu begreifen, worum es geht.

Denn die sprachliche Ebene ist letztlich egal. Es geht um die dingliche Ebene: Was ist Homosexualität, und warum ist sie keine Sexualität im eigentlichen Sinne.

Im Gutmenschenbiotop “Alles Evolution” hält man sich lieber am Wort Sexualität fest, anstatt zu begreifen, daß Kutschera hier gewissermaßen eine Innovation vornimmt, eine “Renovation”. “Homosexualität” wurde zu Unrecht sowohl sprachlich als auch dinglich als Spiegelbild zur normalen Sexualität konzipiert. Aber das ist wohl zu hoch für manch einen Zeitgenossen…

14 Comments
  1. Ich denke, es hat keinen Sinn sich über das Verhalten und Verständnis von so manch “Gemäßigtem” und Homoerotik-Cowboy aufzuregen.

    Es haben bereits ein paar Seiten still und heimlich die Begrifflichkeit von Homosexualität auf Homoerotik umgestellt. Ganz ohne es laut kund zu tun. Manchmal rutscht halt noch die “Homosexualität” heraus, aber was soll man nach so langer Zeit der wissentlichen Verblendung machen?

    Die Personen, die sich so großkotzig generieren, haben schon bei den Begriffen “Toleranz” und “Akzeptanz” gezeigt, dass sie keinerlei Verständnis für eine korrekte Ausdrucksweise haben, sondern alles am liebsten so formulieren, wie es in ihr Weltbild passt.

    Kürzlich hat einer von denen mit seinem Gefasel über NICHT-Feministen nur eins deutlich gemacht: Wer es ablehnt, NICHT-Feminist zu sein, sagt damit nur: “Ich bin kein NICHT-Feminist.” Was dies im Endeffekt bedeutet, kann sich jeder übersetzen, der der deutschen Sprache mächtig ist. ;)

    Es sind Pappnasen, die nicht viel weniger schlimm als Feministen sind.

    Am Sonntag ist übrigens wieder treffen. ;)

  2. Ich weiss auch nicht, warum Adrian sich wieder in mich verbeißen wollte. Vielleicht steht er ja auf mich? :D
    War aber gut so. Ich wollte das Thema eh noch mal aufgreifen, Post-Kutschera, so zu sagen. Der “Schwulemiker” hat mit damit einen Einsteiger liegenlassen, den ich ganz gut verwerten konnte.
    Mir ist es zum Glück gelungen diese dümmliche Diskussion aus meinem Blog rauszuhalten. Bevor Adrian richtig abheben konnte, habe ich ihn die Flügel gestutzt. An der Sache gibt es für mich nichts mehr zu diskutieren, jedenfalls nicht mit Leuten, die sich beharrlich weigern zu verstehen, um was es geht.
    Ich bin jedenfalls sehr froh darüber, dass sich unter seriösen Wissenschaftlern eine saubere begriffliche Trennung des Sachverhaltes etabliert. Denn darum geht es mir im Kern.
    Ob diese Raffnixe um EvoChris herum das verstehen oder nicht ist vollkommen belanglos.

  3. “Es gibt also eine quasi begrifflich korrekte Sexualität – die Adrian nicht praktiziert – und eine umgangssprachliche Sexualität, die Adrian vollführt.”

    Und damit ist Dein gesamter Artikel gegenstandslos :-)

  4. “Und damit ist Dein gesamter Artikel gegenstandslos.”

    Hab ja gesagt “Raffnixe”. Er glaubt wirklich, dass alles, was er nicht kapiert, keine Erwähnung wert ist. Warum zieht er nicht nach Merseburg und tauscht sich mit Voß aus? Der Spinner tickt genau so.

    • Erklär doch mal, warum diese Unterscheidung so relevant für Dich ist.

    • Die KZs sind ja derzeit leider außer Betrieb. Mit unserer Unterscheidung wollen wir die Homo-Erotiker erst mal alle sammeln, weil sie keine biologische Sexualität praktizieren, und dann in die reaktivierten KZs stecken. Dort werdet Ihr dann in die Gaskammern eingepfercht und müßt 100 Stunden lang Helene Fischer hören.

      Laßt uns Auschwitz wieder eröffnen!

      Das ist die wirkliche Absicht hinter unseren hinterhältigen und verschlagenen Analysen! Mehr dazu bei Kopp-Info.

      Die Unterscheidung ist unter anderem auch deshalb relevant, weil im allgemeinen suggeriert wird, Homosexualität sei eine vollwertige Sexualität und quasi ein Spiegelbild der Heterosexualität. Damit werden auch Projekte wie die Homo-Ehe und -Adoption gerechtfertigt.

      Man kann dein Treiben gerne als Sexualität bezeichnen. So wie man Soja-Milch eben als Soja-Milch bezeichnet. Mittlerweile hat sich der Name “Drink” durchgesetzt. :lol:

  5. Da kann der Adrian mal sehen, was für ein netter Kerl ich bin. So grausam kann ich gar nicht denken. :-D

    Genau das ist der Punkt. Bevor man diese Themen im Unterricht vermittelt, muss exakt geklärt werden, was man eigentlich vermittelt. So wie es jetzt geschieht ist es Indoktrination und das auf einer wissenschaftlich völlig haltlosen Grundannahme. Es gibt aber ein klar definiertes INDOKTRINATIONSVERBOT in ALLEN SCHULGESETZEN!!!

    Es ist überhaupt nicht von Belang was daran WICHTIG FÜR MICH ist.

  6. Religion des Friedes permalink

    Ersteinmal, der Artikel ist in der Tat ok, was die Präzision mit dem Umgang mit Begriffen anbelangt – auch wenn das aber wiederum nichts Besonderes ist.
    Wenn man Sexualität so definiert wird, dass sie der fortpflanzungsermöglichende Geschlechtsakt zwischen Mann und Frau ist, dann ist in der Tat der Begriff der Heterosexualität eine Tautologie, der Begriff Homosexualität ergibt dann keinen wirklichen Sinn mehr und man müsste stattdessen den besagten Akt, den zwei Männer bzw. zwei Frauen miteinander vollführen als Homoerotik bezeichnen oder wie auch immer.

    Die in westlichen Gesellschaften aber im gängigen Sprachgebrauch mittlerweile eher eingebürgerte Definition von Sexualität ist jedoch nun mal die, dass der Faktor Fortpflanzungsmöglichkeit in dieser Definition nicht enthalten sein muss. Dadurch wird der usrprünglich engere Begriffsumfang der Sexualität so kalibriert, dass man nicht nur den Akt zwischen Männlein und Weiblein als Sexualität auffassen kann, sondern auch den zwischen Männlein und Männlein. Und dann eignet sich eben sehr wohl der griechische Begriffszusatz Hetero-/Homo-.
    Ich vermute, dass es hier also eher um pragmatische Erwägungen geht, als um verschwörerische Machenschaften der teuflischen Homolobby, wie die Gesellschaft mit ihren Homos umgehen möchte ;) Wer möchte sich denn bitte ernsthaft damit rumplagen, ob er bei Homos von Homoerotik sprechen darf und nur und ausschließlich bei Heteros von Sexualität? – Ich jedenfalls nicht.
    Sprachgebrauch und Definition jeweiliger Begriffe spiegelt die Bedürfnisse einer jeweiligen Gesellschaft wider. -> Entsprechend der veränderten Bedürfnisse verändern sich die Definitionen, man stelle sich diese Ungeheuerlichkeit blos vor. – nachzulesen schon bei Saussure übrigens.
    Kurz um, ficken bleibt ficken. -> also Sexualität.

    Dass Kirk mit einer homo-inkludierenden Sexualitätsdefinition natürlich ein persönliches Problem hat, weil er den usrprünglichen Gesellschaftszustand, in dem Homos als defizitäre, minderwertige Menschen angesehen und auch so behandelt wurden als den einzig legitimen und gerechten Zustand überhaupt empfindet, ergibt sich ja aus seinem obsessiven Pochen darauf, dass nur, wer fortpflanzungsermöglichende Sexualpraxis betreibt, also eben nur Heteros, eine “vollwertige” Sexualität haben.

    Zitat:
    “Die Unterscheidung ist unter anderem auch deshalb relevant, weil im allgemeinen suggeriert wird, Homosexualität sei eine vollwertige Sexualität und quasi ein Spiegelbild der Heterosexualität. Damit werden auch Projekte wie die Homo-Ehe und -Adoption gerechtfertigt.”

    Denn -> aus einer nicht vollwertigen, also defizitären Sexualität, wird sehr schnell auf die Wertigkeit der Person als Ganzes geschlossen und entsprechende Institutionen wie die Ehe bleiben einer solchen, defizitären Person verwehrt. Dessen ist sich Kirk natürlich bewusst.
    Es ist daher nicht vergleichbar mit der unsauberen Begrifflichkeit “Soja-Milch”, denn aus dem Konsumverhalten ob jemand Soja-Milch (bzw. einen Soja-Drink) oder Milch zu sich nimmt, schließt die Gesellschaft nicht auf die Wertigkeit der Person und ein solches Konsumverhalten führt auch nicht zu diversen gesellschaftlichen Negtativ-Konsequenzen für den Betroffenen. – also in Kirks Welt, der defizitäre Homosexuelle, nicht vollwertige Mensch an sich, den Kirk doch bitte gefälligst von seiner gesamten Umwelt auch so betrachtet sehen möchte, wie er ihn betrachtet ;)
    Auch Christian hat das gefälligst so zu sehen, denn wenn er das nicht so sieht und den Diskriminierungsmechanismus, der bei der verengten Definition durchaus entstehen kann, moniert, “entlarvt” er sich damit.
    Aber als was eigentlich?
    Achja, schon vergessen, er entlarvt sich dabei als jemand, der die Homos nicht ausschließen und als gleichwertige Menschen behandeln möchte – böser Mensch, dieser sich so schrecklich entlarvende Christian!

    Warum konvertiert Kirk nicht zum Islam? Da “existieren” keine “Homosexuellen” ;) -> “In Iran, we don’t have homosexuals like in your country. In Iran we don’t have this penomenon” – Ahmadinedschad
    :D

    https://www.youtube.com/watch?v=U-sC26wpUGQ

    In islamischen Ländern ist die Sprache nämlich nochmal ganz anders kalibriert, mit noch ganz anderen gesellschaftlichen Konsequenzen, warscheinlich Kirks Gedankengängen eher entsprechend.

    • Ach Mann, du hast so viel geschrieben, daß ich dir jetzt einzeln antworten tue.

      Also erst ma ditte hier:

      Dass Kirk mit einer homo-inkludierenden Sexualitätsdefinition natürlich ein persönliches Problem hat, weil er den usrprünglichen Gesellschaftszustand, in dem Homos als defizitäre, minderwertige Menschen angesehen und auch so behandelt wurden als den einzig legitimen und gerechten Zustand überhaupt empfindet, ergibt sich ja aus seinem obsessiven Pochen darauf, dass nur, wer fortpflanzungsermöglichende Sexualpraxis betreibt, also eben nur Heteros, eine “vollwertige” Sexualität haben.

      Dein Text ist voller Unterstellungen. Unsereins hat nur darauf hingewiesen, daß es neben dem Alltagsbegriff auch einen biologischen Sexualitätsbegriff gibt. Man mag das für akademisch halten, wichtig ist es trotzdem, denn es veranschaulicht noch mal, daß Homosexualität kein Spiegelbild ist und tatsächlich defizitär.

      Du kannst auf einer intellektuellen Ebene viel erzählen, wenn der Tag lang ist. Das Problem: Man kann noch so viel Homo-Ampeln und Bildungspläne für sexuelle Vielfalt installieren, der Normalmensch sträubt sich bei dem Gedanken, den Begriff der Ehe auf Homosexuelle auszuweiten, völlig egal, ob er konservativ ist oder nicht.

      Sicherlich sind viele Leute heutzutage verblödet vom Toleranz-Dschihad. Ich kann machen, was ich will. Ich halte Homosexualität für etwas Falsches und Ersatzartiges. Das dürfen die Leute ruhig tun, aber ich will mir nicht im Namen der Toleranz aufschwatzen lassen, hier handele es sich um eine vollwertige, spiegelbildliche Sexualität, die wir – obwohl angeblich das Natürlichste der Welt – seit Jahrhunderten kulturell ausgrenzen.

      Da fängt der Schwachsinn schon an: Gender-Forscher versichern uns, daß Männer und Frauen eigentlich gleich sind – nur wie sind dann die typischen geschlechtlichen Hemisphären entstanden? Wie soll etwas Geiches auf einmal zum anderen Gleichen sagen, daß es nur noch bestimmte Dinge tun und untergeordnet sein soll?

      Und wie kann es sein, daß Gesellschaften das angeblich Natürlichste der Welt – die Homosexualität – dämonisieren?

      Ich lasse mich doch nicht verarschen. Jedem steht es frei, ein Vollidiot zu sein und sämtliche Indizien dafür, daß zumindest ein Großteil der Homosexualität pathologisch ist, auszublenden. :)

      PS: Zu dem restlichen Sermon sage ich vielleicht später noch was. Aber trotzdem danke für das Lob meiner Voß-Artikel. Diese begriffliche Legasthenie von Gender-Forschern ist wirklich unfaßbar. Da braucht man überhaupt keine Philosophie studiert zu haben, um diesen Schwachsinn zerlegen zu können. Viele Leute ahnen bloß nicht, was für ein Nonsens da drinsteckt, wenn man den Gender-Müll konsequent zu Ende denkt.

  7. Die in westlichen Gesellschaften aber im gängigen Sprachgebrauch mittlerweile eher eingebürgerte Definition von Sexualität ist jedoch nun mal die, dass der Faktor Fortpflanzungsmöglichkeit in dieser Definition nicht enthalten sein muss.

    Derzeitig gestaltet es sich so, dass weitere falsche Ausdrücke eingebürgert werden. Was spricht dagegen, darauf hinzuweisen, dass die verwendete Terminologie falsch ist?

    Ich zitiere einmal der einfachheithalber aus der Wikipedia:

    Klassische Gelehrte haben Kertbenys Wortschöpfung seitdem bedauert: Das Wort „homosexuell“ verbindet das griechische Adjektiv homós („gleich“), mit dem lateinischen Substantiv sexus („Geschlecht“) und ist damit eine Kombination griechischer und lateinischer Elemente. Das Wort „homosexuell“ führe zudem zur Verwechslung des griechischen homós mit dem lateinischen homo („Mensch“ oder „Mann“). Zusätzlich verleitet die Endung -sexuell das Individuum vom bevorzugten Geschlecht (Veranlagung, Gefühle) auf die sexuelle Handlung zu reduzieren

    https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Maria_Kertbeny#Schriften_.C3.BCber_Homosexualit.C3.A4t

    Denn -> aus einer nicht vollwertigen, also defizitären Sexualität, wird sehr schnell auf die Wertigkeit der Person als Ganzes geschlossen und entsprechende Institutionen wie die Ehe bleiben einer solchen, defizitären Person verwehrt. Dessen ist sich Kirk natürlich bewusst.

    In dieser Aussage unterstellst Du direkt zwei indiskutable Dinge; in Deinem Kopf gibt es die Vorstellung, man könne über die Erotik eines Menschens auf dessen Wertigkeit insgesamt schließen. Dies findet aber in DEINEM Kopf statt. Solche Dinge können passieren, solche Dinge können aber kein Argument sein, unscharf mit Sprache umzugehen.

    Du verbindest sogar die Worte “defizitär” und “Person” schiebst diese Wortwahl aber einem anderen rhetorisch zu, der sie nicht gebraucht hat.

    Was aber nun soll Kirk bewusst sein?

    Dass Du hier rhetorisch mit unlauteren Mitteln arbeitest? Dass Du unterstellst, irgendjemand würde hier den Wert eines Menschens an seiner Sexualität festmachen?

    Das sind die Tricks der Menschen, die versuchen jede Diskussion, die gegen ihre eigene Weltanschauung gehen, zu unterdrücken.

    Nebenbei: Es sollte auffällig sein, dass Homoerotiker versuchen, die heterosexuelle Welt mit Kindern mit Gewalt zu simulieren. Anstatt sich damit abzufinden, keine Kinder haben zu können, besorgen sie sich entweder Kinder auf dubiosen Wegen oder fordern ein Adoptionsrecht von Kindern aus heterosexuellen Beziehungen.

    Natürlich ist die Sexualität von Homoerotikern grundsätzlich zur Sexualtiät Heterosexueller eben nicht gleichrangig. Es fehlt die grundsätzliche Möglichkeit der Fortpflanzung.

    Aus dieser Tatsache allerdings abzuleiten, man würde den homoerotischen Menschen als weniger Wert ansehen, ist ebenso grundsätzlich eine Sauerei. So kann man jede sachliche Diskussion um diese Themen im Ansatz ersticken.

    Huchju! Es lebe die Meinungsfreiheit und die Diskussion, oder etwa nicht?

    Über die Hinleitung zu Äußerungen von Moslems brauchen wir überhaupt nicht zu reden. Unsachlicher geht es gar nicht mehr.

    Kirks Texte scheinen für den ein oder anderen aus seiner politisch-motivierten Position heraus, eine Herausforderung darzustellen, aber gerade seine Texte verlangen eine Sachlichkeit, die so mancher nicht mehr in der Lage ist, zu bieten.

    Zu viel unangebrachte Empathie in den Köpfen.

    http://www.zeit.de/2015/49/psychologie-empathie-terror-mitgefuehl-interview/komplettansicht

    Achja, schon vergessen, er entlarvt sich dabei als jemand, der die Homos nicht ausschließen und als gleichwertige Menschen behandeln möchte – böser Mensch, dieser sich so schrecklich entlarvende Christian!

    Diese Art der Rhetorik ist nichts anderes als widerlich.

  8. Religion des Friedes permalink

    I.
    Zitat Wolle Pelz: “Derzeitig gestaltet es sich so, dass weitere falsche Ausdrücke eingebürgert werden. Was spricht dagegen, darauf hinzuweisen, dass die verwendete Terminologie falsch ist?”

    -> An dieser Stelle setzt das ein, was ich schon mit Saussure zeigen wollte, was du aber nicht verstanden zu haben scheinst. Macht nichts, ich versuche es nochmal etwas detaillierter zu erklären:

    1. Wenn wir uns einen Begriff, wie den Begriff “Sexualität” genauer anschauen, dann stellt man, wie Kirk es getan hat, völlig richtig fest:
    a) In dem Begriff Sexualität steckt drin das lateinische Substantiv “Sexus”, also zu deutsch, “Geschlecht”.
    b) Eine geschlechtliche Spezies, ist z.B. eine wie der Mensch, der sich geschlechtlich reproduziert: also es gibt zwei Kategorien, Mann und Frau und erst die Kombination aus beiden führt zu einer Reproduktion – im Gegensatz zu Spezies, die sich ungeschlechtlich reproduzieren.
    c) Dieses “geschlechtliche Treiben”, also den Geschlechts-Akt, den Mann und Frau dann vollziehen, indem sie ihre komplementären Genitalien benutzen, nannte man damals unter Rückgriff auf den Begriff Sexus “Sexualität”, also zu der Zeit, wo dieser Begriff entstand.

    -> und hier setzt das ein, was ich schon mit Saussure versucht habe näher zu bringen:
    Der Grund und gesellschaftliche Kontext, in dem der Begriff Sexualität entstand, spiegelt die damaligen gesellschaftlichen Bedürfnisse wider. D.h. Du gibst Phänomenen/Dingen einen Namen, die vorher noch keine Bezeichnung hatten, weil man sich dieser Dinge vielleicht noch nicht so ganz bewusst war, oder sie möglicherweise anders betrachtet hat. Es handelte sich um eine Zeit, wo zunehmend mehr die Wissenschaft einzug erhielt ins gesellschaftliche Leben und insbesondere Fächer wie die Medizin und Biologie, aber auch erste Ansätze der Psychologie anfingen zu blühen. Die damalige Gesellschaft erwachte, wenn ich das mal so formulieren darf, aus ihrem kirchlich-religiösen Trauma, Zitat aus Wiki:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Sexualit%C3%A4t_des_Menschen#Mittelalter

    Mittelalter
    Die Moral der christlichen Kirche ist seit dem Mittelalter stark sexualfeindlich geprägt; Sexualität sollte ausschließlich der Zeugung von Kindern dienen. Wollust wurde den Hauptlastern zugerechnet, Homosexualität als abartig krankhaft und widernatürlich; vielmehr wurde die rigide Einhaltung der Keuschheit propagiert und die Sexualität in den Nimbus des Diabolischen gestellt.
    Frühe Neuzeit
    Während im spätmittelalterlichen Europa und in bestimmten Phasen der frühen Neuzeit – von den mittelalterlichen Badehäusern bis zu den absolutistischen Höfen – recht ungezwungene Sitten herrschten, breiteten sich erst mit dem Puritanismus und den Moralvorstellungen des viktorianischen England oder wilhelminischen Deutschland repressive Moralvorstellungen aus, mit denen man der Sexualität insgesamt misstrauisch gegenüberstand. Sie wurde z. B. als animalisch, roh und gefährlich angesehen, da sie die Grenzen der Vernunft zu sprengen drohte. Insbesondere in diesen Zeiten wurde der Frau keine selbstbestimmte Ausübung ihrer Sexualität zugestanden.
    Moderne
    19. Jahrhundert
    Gustave Courbet: Der Schlaf, 1866; erotische Darstellungen als Vorläufer von Pornografie
    Im 19. Jahrhundert setzte eine massive Sexualerziehung ein, die vor allem an junge Männer adressiert war. In Handbüchern wie The Young Man’s Guide (William Andrus Alcott, 1833) und Lecture to Young Men on Chastity (Sylvester Graham, 1834) wurden diese eindringlich vor den vermeintlichen gesundheitsschädlichen Folgen der Masturbation, aber auch vor homosexuellen Handlungen gewarnt.

    Zitat Ende.

    -> wie sprechen also in etwa über die Zeit um 19.-20. Jhr. herum.

    2. Im zweiten Schritt können wir nun Folgendes tun:
    a) Wir können die damaligen Zustände und die aus den damaligen Zuständen erfolgten Ausdrucksweisen als pauschal RICHTIG ansehen, ohne die damaligen Zustände auch nur ansatzweise zu reflektieren und zu hinterfragen.
    Dies ist die Methode, die Du zu favorisieren scheinst und auch Kirk:
    Denn nur so kommt man ja überhaupt zu der Schlussfolgerung, dass das Umdefinieren des Begriffs Sexualität, also die Betrachtung der Sexualität ohne den Faktor Reproduktion FALSCH ist bzw. eine “unsaubere” Begriffsbenutzung darstellt, was auch immer das sein soll ;)

    ODER

    b) Das ist die Methode, die ich favorisiere:
    Ich sage die damaligen gesellschaftlichen Umstände waren schlecht, insbesondere für Homosexuelle, dem entsprechend hinterfrage ich die damaligen gesellschaftlichen Umstände und im Zuge dessen hinterfrage ich natürlich die Entstehung des Begriffs Sexualität und seine damalige Semantik. Danach kalibriere ich den Begriff Sexualität neu.
    Das ist nicht nur völlig legitim, sondern auch begründet und das nennt man auch kritische Reflexion.

    Du kannst natürlich auch weiterhin darauf pochen, dass damals alles toll und richtig war und dementsprechend, wenn heute der Begriff Sexualität von der Gesellschaft neu definiert wird, kannst Du dann wettern, dass das ja deswegen FALSCH ist, weil das Ursprüngliche ja das RICHTIGE und SAUBERE war.
    -> ich nenne das aber einfach nur UNREFLEKTIERT. Fundamentalistisch wäre ein weiterer Ausdruck dafür.

    —————————————————–

    II.
    Dein Wiki-Auszug, der auf die Verwechslungsgefahr zwischen dem griechischen Homos und dem lateinischen Homo hinweist, der ist zwar richtig, aber für gewöhnlich wissen die meisten Menschen ja, was mit homosexuell und heterosexuell gemeint ist. Ich sehe da nicht das große Probleme, alternativ bietet das Deutsche Begriffe wie schwul oder lesbisch. Oder das Englische Gay und Straight als Gegensatz, der ohne umständliche Kombos aus lateinischen und griechischen Begriffen auskommt.

    ——————————————————-
    III.
    Zitat Wolle Pelz: “In dieser Aussage unterstellst Du direkt zwei indiskutable Dinge; in Deinem Kopf gibt es die Vorstellung, man könne über die Erotik eines Menschens auf dessen Wertigkeit insgesamt schließen. Dies findet aber in DEINEM Kopf statt. Solche Dinge können passieren, solche Dinge können aber kein Argument sein, unscharf mit Sprache umzugehen.”

    -> Erst einmal, in meinem Kopf findet das schon mal gar nicht statt. Es kann aber, wie Du ja selbst in diesem von mir gerade zitierten Teil zugibst sehr wohl in den Köpfen anderer stattfinden.
    Und genau das erfordert sogar von einer moralisch auch nur halbwegs humanistisch, also menschenfreundlich ausgerichteten Person genau daher solche Begriffe wie Sexualität neu zu kalibrieren, so dass sie eben nicht exkludierend sind.
    Wie bereits gesagt, “unscharf” oder “falsch” kannst du nur auf Grundlage dessen postulieren, dass du die Frühere Definition als “scharf”, “richtig”, “sauber” immer wieder und wieder unreflektiert reproduzierst.
    Durch diesen unreflektierten Reproduktionsprozess entlarvst Du aber genau Dein Gedankengut. Dieser Prozess setzt sich dann im weiteren Teil deiner Kritik fort, z.B.:
    “Natürlich ist die Sexualität von Homoerotikern grundsätzlich zur Sexualtiät Heterosexueller eben nicht gleichrangig. Es fehlt die grundsätzliche Möglichkeit der Fortpflanzung.”
    -> natürlich kann ich nicht 100% wissen, was in Deinem oder Kirks Kopf vorgeht und ich kann Euch Sache mit dem von der Sexualität einer Person auf deren Gesamtwert zu schließen nur unterstellen.
    Mir ist der Unterschied zwischen einer Tatsache und einer Unterstellung sehr wohl bewusst.
    Und trotz der Tatsache, dass eine Unterstellung auch falsch sein kann, vermute ich dennoch, dass ich richtig liege, so wie Kirk und Du bemüht seid, Homosexuelle auszugrenzen und die Dinge begrifflich so zu definieren, dass ja nirgendwo ein Berührungspunkt oder Ähnlichkeit zwischen Homosexuellen und Heterosexuellen entsteht, so als seien Homosexuelle fast schon keine richtigen Menschen – zeigt sich insbesondere in dieser obsoleten Wortneuschöpfung, Homoerotiker.
    Schließlich gibts ja neben dem Begriff Homosexuelle auch noch Begriffe wie Schwule oder Lesben ;)

    Auch diese permanenten Beschuldigungen der Homosexuellen irgendwie die gesamte Gesellschaft zu unterwandern und das Schließen von einigen durchgedrehten Homos aus den Pseudo-Wissenschaften Gender-Studies auf die Masse aller Homosexuellen zeugt nicht gerade von einer differenzierten und reflektierten Betrachtungsweise.

    Kirks Texte sind des Öfteren wirklich brilliant, insbesondere seine Texte zu den Pseudo-Wissenschaften Gender-Studies, da leistet er ganze Arbeit. Besonders seine Ausführungen zu Voss waren ein richtiger, sogar noch humorvoller Kracher.
    Aber dieser Text ist mal wieder Kirks typisches Schwulen-Bashing.
    Und hier setzt auch das Video mit dem netten Herren Ahmadinedschad an. Die Hinleitung zu dessen Äußerungen ist natürlich reine Polemik, ich gebs ja zu ;)

    Aber auch Polemik kann etwas zeigen:
    In der Tat ergeben Ahmadinedschads Äußerungen für unsere “westlich-kulturell” geprägten Ohren zunächst einmal keinen Sinn.
    Betrachtet man aber den Islam genauer und berücksichtigt man auch die Tatsache, die ich eben, glaube ich ausführlich genug erläutert habe, dass die Sprache von Kulturen sich nach deren Bedürfnissen orientiert, so gibt es wirklich keine Homosexuellen in islamischen Ländern.
    Denn in islamischen Ländern ist die Definition des Begriffs Mann nochmal etwas enger gefasst, als bei uns…
    Nämlich, der moslemische Mann ist kein Mann, wenn er sich von nem Mann in den Arsch ficken lässt.
    Ein richtiger Mann hat eben nur Sex mit einer Frau und eine richtige Frau hat nur Sex mit nem Mann.
    Das führt zu folgendem Phänomen speziell im Iran:
    Homosexuelle sind im Iran nicht anerkannt. Sehr wohl jedoch Transsexuelle! Kaum vorstellbar, was?
    Ist aber wirklich so… Das heißt aber für den Homosexuellen im Iran, dass er entweder seine Homosexualität behandeln muss, um wieder zu einem vollwertigen Moslem zu werden oder aber der Homosexuelle Moslem hat auch die Wahl sich zu einer Frau umoperieren zu lassen. Deswegen ist die Statistik von Geschlechts-Umwandlungen im Iran so hoch, wie kaum in einem anderen Land sonst. Ich habe mal eine sehr Interessante Reportage zu dem Thema gesehen, Homosexuelle Männer werden im Iran, weil man ja nicht mal deren Existenz anerkennen möchte regelrecht dazu gedrängt sich zu Frauen umoperieren zu lassen. Und unter dem massiven gesellschaftlichen Druck, weil sie sonst praktisch keine andere Wahl haben, Homosexualität ist ja schlecht heilbar, geben sie diesem Druck sehr oft nach.
    Insofern macht Ahmadinedschads Aussage auf perverse Weise einen Sinn.
    Gerade der Iran, ist ein perfektes Beispiel dafür, wie Sprache die dort gesellschaftlich gegebenen Verhältnisse für bestimmte Gruppen widerspiegelt.

    In gewisser Weise betreibt Kirk sprachlich etwas Ähnliches wie Ahmadinedschad, denn auch Ahmadinedschads Äußerungen über die Nichtexistenz von Homoseuxellen sind ja, wenn man die islamischen Begriffs-Definitionen zu Grunde legt, nicht falsch ;) Hilft den Schwulen im Iran natürlich kein Stück weiter, wenn man ihnen Ihre Sexualität bzw. gar ihre Existenz abspricht ;)

    Ich bleibe jedenfalls bei meiner Neudefinition des Begriffs Sexualität und seinen Erweiterungen Heterosexuelität und Homo- bzw. Bisexualität, bei gleichzeitiger Ablehnung der veralteten und überkommenen Bedeutung von Sexualität so wie Kirk sie wieder vorschlägt einzuführen.

    • Ich habe es gelesen. Ich habe festgestellt: Die Diskussion wird zu nichts führen.

      Danke. :)

    • Also ich werde mich in die Diskussion auch noch einklinken. Ich bin nur zu faul, den vielen Text zu lesen. Ich bin textophob. :) Ich antworte später. Möge die Macht mit euch sein.

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  1. JAWOs Links am Mittwoch – KW 44/45 in 2015 - NICHT-Feminist

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