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Sieg heilt! – Teil Zwei

by James T. Kirk on Juli 23rd, 2013

[Update: Unter freundlicher Mitwirkung der Berliner Kriminalpolizei habe ich die Überschrift dieses Artikels umbenannt. Vorher hieß der Artikel "Sieg Heil! - Teil Zwei". Am 14.11.2013 durfte ich deshalb um 6 Uhr in der Frühe unangemeldet eine Wohnungsdurchsuchung mit sechs Polizisten über mich ergehen lassen, die mich aus dem Bett klingelten. Offenbar arbeiten bei der Berliner Justiz funktionale Analphabeten, die nicht des Verstehens von Texten fähig sind - oder einfach nicht willens. Anders kann man sich die Reaktion auf diesen Artikel nicht erklären. Daß ich weder "rechtsextrem" bin noch daß von mir eine Gefahr für die Verfassung ausgeht, ergibt sich auch für geistig Behinderte. Offenbar muß man paranoid sein oder eine totale Fehlbesetzung, wenn man aufgrund des nachfolgenden Artikels eine Hausdurchsuchung anordnet, um sich auf die Suche nach "verfassungsfeindlichen" Symbolen oder Schriften in meiner Wohnung zu machen. Mein Notebook wurde beschlagnahmt. Jeder meiner Leser soll wissen, was für Leute bei der Justiz arbeiten und wie weit mitunter der Machtmißbrauch durch deren Institutionen geht. Man nahm auch Anstoß an dem Foto des Hitler-Ölgemäldes, da unser bester Adolf dort doch tatsächlich ein Hakenkreuz (kreisch!) auf der Armbinde hat. Wenn das der Führer wüßte! Dieser Artikel hat ausgereicht, um meine Grundrechte in erheblichem Maße zu beschneiden.

Das Bild ist von der BZ verlinkt. Offenbar sind "verfassungsfeindliche" Bilder mit bösartigen Hakenkreuzen in Springer-Gazetten okay. Ich habe das Verbrechen begangen, darauf zu verlinken. Auch bei PI-News findet man das Bild mit Hakenkreuz.

Hier noch einmal der Link: http://www.bz-berlin.de/multimedia/archive/00433/oel-hitler_geneigt_43320628.jpg

Vorsicht! Unsere Verfassung ist in Gefahr! Das Bild unten habe ich jetzt durch ein harmloses, alternatives ersetzt. Wer sich meinen Artikel durchliest, der wird wohl sehr abgründige Gefühle bekommen, wenn er sich dann das Verhalten des Richters vorstellt, der diesen Artikel ja gelesen hat - so hofft man doch.

Das alles ist kein Witz. Es ist wirklich Realität. Und es war weniger lustig, als ich es hier beschreibe. Aber Leute, die schon mal Bekanntschaft mit dem "Gewaltschutzgesetz" und der feministischen Justiz gemacht haben, die wundert eigentlich gar nichts mehr in unserem Lande. Aber nun zu meinem mittlerweile historischen Artikel.]

Als Hobby-Nazi und echter rechter Kerl der Männerbewegung dünkt es mich nun, auf einen früheren Artikel von mir zurückzublicken und auf gewisse Dinge zu sprechen zu kommen.

Ich falle ja immer wieder durch merkwürdige Nazi-Bezüge auf und bin diesbezüglich recht naiv. Vor ca. zwei Jahren bin ich das erste Mal auf das profeministische Soziologen-Plagiat Andreas Kemper gestoßen. Ich war damals noch relativ unwissend, was die Untiefen der feministischen Propaganda anbelangt.

Für mich war es deshalb unfaßbar, was für einen Schwachsinn ich in einem “Die-Standard”-Interview mit Andreas Kemper lesen mußte. Ich konnte es nicht glauben, wie Akademiker solch einen Unfug von sich geben und jeglichen demokratischen Grundverständnisses abhold sein können.

Wie jeder weiß, muß jede Demokratie aus rechten und linken, aus konservativen und progressiven Anschauungen bestehen bzw. bestehen können. Anders geht es gar nicht. Jeder aufrechte Demokrat müßte also schleunigst das Weite suchen, wenn er auf Menschen trifft, die andere Bürger beschuldigen, “rechte” Meinungen oder Ansichten zu haben.

Friedrich-Ebert- und Heinrich-Böll-Stiftung sehnen sich aber offenbar ganz ungeniert in die Nähe solcher verfassungsfeindlichen Pharisäer, wie sie die Soziologen Thomas Gesterkamp, Andreas Kemper und Hinrich Rosenbrock darstellen.

Für mich als “Linken” ist es selbstverständlich, “rechte” Meinungen zu respektieren, und es erübrigt sich der Hinweis, daß die Männerbewegung keineswegs nur aus minderwertigen Juden feindlich-negativen Subjekten “rechten Kerlen” besteht, wie es Andreas Kemper freundlich beschreibt. Nach meiner Einschätzung entspricht die engagierte Feminismuskritik in Deutschland im wesentlichen dem Querschnitt unserer Gesellschaft.

In meinem Artikel “Sieg Heil” hatte ich den Gesinnungsterror und das totalitäre Weltbild von Andreas Kemper karikiert, und als passende Grafik platzierte ich ein Hakenkreuz mit Reichsadler oben drauf – ohne mir was dabei zu denken.

Ich weiß natürlich, daß man Hakenkreuze nicht an jüdischen Grabsteinen oder Friedhofsmauern platzieren sollte. Als satirische Illustration des feministischen Meinungsfaschismus sollte das aber schon möglich sein. Ganz sicher war ich mir aber nie. Und da ich mein Blog jetzt selbst hoste, ist die Frage erst recht relevant, ob man bösartige und hinterhältige Hakenkreuze einfach so als Grafik verwenden darf.

Deshalb war ich auch ganz froh, als ich vor ein paar Monaten ganz zufällig im Internet auf einen Aktionskünstler stieß, der in der Straubinger Fußgängerzone eine ganze Armada von Hitler-Gartenzwergen aufstellte. Die sehen zwar leider nicht wie Adolf aus, dafür zeigen sie aber immerhin seinen Gruß. In einem Video zu dieser Aktion wird auch deutlich, daß Hitlergrüße und anderes NS-Weltkulturerbe in künstlerischen Kontexten durchaus erlaubt sind.

Da ich als rechter Kerl, verhinderter Soziologenmörder und Antifeminist vermutlich auch schon vom Verfassungsschutz beobachtet werde, möchte ich hiermit die Behörden um Nachsicht und Milde bitten und mir mein Hakenkreuz-Posting zu verzeihen.

In diesem Zusammenhang muß man natürlich auch noch mal erwähnen, daß das Mädchenblog einmal Folgendes über mich schrieb:

So genannte „Maskulisten“ / „Männerrechtler“ scheuen sich nicht vor Kooperationen mit ganz rechts außen. So lassen sich auf entsprechenden Blogs z.B. Abbildungen mit Hakenkreuz und Reichsadler finden

Auf einem der Blogs heißt es beispielsweise schon in den Verhaltenshinweisen zur Nutzung der Kommentarfunktion, dass „antisemitische, frauenfeindliche, rassistische, sexistische, homophobe, transphobe, rechtsradikale, islamophobe und gender- ungerechte Meinungsäußerungen nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht“ sind.

Um keine rechtsextremen Blogs zu promoten, wird an dieser Stelle auf eine direkte Verlinkung verzichtet. Die Quelle liegt der Autor_in vor.

Im letzten Satz fällt wieder eine merkwürdige Inkonsequenz bei der Anwendung der “gendergerechten” Frankenstein-Sprache auf, die der Feminismus zum Leben erwecken möchte. Es fehlt das kleine Wörtchen “dem”.

Eingeweihte der Feminismuskritik wissen längst, daß man Feminismus durchaus als geistige Behinderung bezeichnen kann und daß man in diesem Milieu ein etwas erhöhtes Maß an Dummheit vorfindet. Aber man sollte sich noch mal auf der Zunge zergehen lassen, daß die Mädchenblogautorin ein Hakenkreuz sieht und dies zum Anlaß nimmt, ein ganzes Blog als “rechtsextrem” zu bezeichnen – ohne auch nur annähernd den Kontext zu erwähnen, in dem dieses Hakenkreuz stand. Der darunter stehende Text stellt eindeutig keine Affirmation rechtsextremen Gedankenguts dar, sondern vielmehr eine Abrechnung mit einem profeministischen Soziologen und veranschaulicht mit dem Hakenkreuz dessen totalitäre, demokratiefeindliche Gesinnung. Manche Leute flippen ja schon aus, wenn sie unseren Führer auf einem fotogenen Schwarzweiß-Bild abgebildet sehen.

Jedenfalls hatte das Mädchenblog-Feministstück in keiner Weise den Inhalt meines Artikels zur Kenntnis genommen. Wahrscheinlicher ist aber noch, daß sie den Artikel zwar angelesen hat, aber noch nicht einmal dessen gesellschaftskritischen Hintergrund verstanden hat.

“Sieg Heil – Teil Zwei” erscheint auch deshalb, weil ich kürzlich ziemlich fassungslos darüber war, daß ein Berliner Kunststudent mit Pauken und Trompeten festgenommen wurde, weil er ein monumentales Hitler-Portrait in Öl gemalt hatte. Hier die Junge Freiheit zu diesem Fall:

BERLIN. Weil er ein Portrait Adolf Hitlers malte, hat ein Spezialeinsatzkommando (SEK) die Wohnung eines Berliner Kunststudenten gestürmt. Nach einem Bericht der B.Z. drangen am Samstagnachmittag 15 schwer bewaffnete SEK-Beamte in die Wohnung von Hagen Vogel in Berlin ein. „Die haben an meine Tür gehämmert, geklingelt, gebrüllt, eine Tür-Platte eingetreten. Und plötzlich hatte ich eine Maschinenpistole im Gesicht“, sagte der 24jährige Student.
Kurz darauf sei er, obwohl er keine Gegenwehr geleistet habe, zu Boden gedrückt und minutenlang festgehalten worden, ohne daß man ihm erklärt habe, warum der Einsatz stattfinde. Dann montierten die für Terrorismusbekämpfung und Geiselbefreiung ausgebildeten Beamten die 1,90 mal 2,80 Meter große Leinwand mit dem Ölgemälde des Diktators ab.

Der Tagesspiegel schreibt noch dies:

Die Rechtmäßigkeit des Polizeieinsatzes ist indessen fraglich. Paragraph 86a des Strafgesetzbuchs verbietet es, Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wie etwa Hakenkreuze zu verbreiten. Hagen Vogel hatte das Bild jedoch in seiner Privatwohnung gemalt und nur dort aufgehängt. Laut Polizei lag ein solches Verbreiten vor, weil die Nachbarn das Porträt mit den Hakenkreuzen sehen konnten. Tatjana Hörnle, Strafrechtlerin an der Humboldt-Universität, hält diese Einschätzung für falsch: „Verbreiten setzt ganz klar einen größeren Personenkreis voraus; das ist bei einzelnen Nachbarn nicht der Fall.“ Die Frage, ob ein Gemälde Adolf Hitlers ohnehin durch die Kunstfreiheit geschützt ist, stellt sich Hörnle zufolge in diesem Fall also gar nicht.

Das Verhalten des Kunststudenten im Zusammenhang mit seinem Hitler-Projekt war zwar nicht ganz unproblematisch, dennoch ist es ein Skandal, daß in einem sogenannten Rechtsstaat Menschen so erniedrigt und völlig hilflos der Gewalt der Staatsmacht ausgesetzt werden können.

Da fällt mir dann doch eine Ironie dieses Spektakels auf: Der angebliche Verfassungsfeind erweist sich als harmlos – die angeblichen Verfassungsschützer erweisen sich als das eigentliche Problem.

Ich hoffe mal, daß ich selbst noch glimpflicher davonkomme, und bitte, diverse Nazi-Anleihen zu entschuldigen. Ohne Feminismus auch keine Nazi-Vergleiche mehr.

Eine bestimmte Klientel von Gutmenschen kann sich offenbar kaum vorstellen, daß jemand über Hitler-Gartenzwerge, Führer-Portraits, Hakenkreuze und Sieg-Heil-Parolen schreibt, ohne im entferntesten “rechts” zu sein.

6 Comments
  1. anonym permalink

    Männer ihr müsst hier helfen:

    http://kleines-scheusal.de/

  2. Schade, daß das Scheusal offline ist. Eigentlich wollte ich die ja noch in meine Liste aufnehmen.

    Aber das Design sieht gut aus, von der ihrem Blog.

  3. boes permalink

    Gmbh 2015.
    Hören sie aber besser auf von “Hitler Gruß” zu reden, der Gruß mit der offenen rechten Hand ist der römische, oder auch deutsche Gruß, eine Geste, welche die leere Waffenhand zeigt, also signalisiert: Keine Gefahr !
    Vergl. Linke Drohfaust.
    Dort woher ich komme, wird dieser Gruß täglich praktiziert. Von ehrlichen unbescholtenen Leuten.

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