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Transsexualität – ein anderer Blick

by James T. Kirk on Mai 29th, 2015

Vor nicht allzu langer Zeit behandelte Blog-Diktator Christian Schmidt auf seinem Online-Poesiealbum das Thema Transsexualität. Es ging um ein Fitneßstudio, das auf Toleranz getrimmt war und daher leider sehr intolerant gegenüber einer Frau sein mußte, die es eklig fand, daß sie in ihrer Umkleide einen Mann vorfand, der sich zur “Frau” hatte umoperieren lassen.

Heutzutage leben wir ja in einem Zeitalter, in dem wir artig glauben, daß Transsexualität ein biologisches Schicksal sei, ganz gewiß nichts mit traumatischen Kindheitserfahrungen zu tun habe und eine Geschlechtsumwandlung tatsächlich dazu führe, daß ein Mann zu einer Frau wird. Wir tun schließlich etwas Gutes.

Daher ist es auch bestimmt ganz toll, wenn wir Pädophilen ebenfalls ihren Herzenswunsch erfüllen und ihnen ein paar nette Kinder anheim stellen. In letzterem Fall funktionieren die Sicherungen allerdings offenbar noch und man gesteht schamvoll zu, daß Pädophilie ja vielleicht doch irgendwie pathologisch sein könnte. So weit geht die Toleranz dann doch nicht. Immerhin sagt man den Pädophilen, daß sie eine echte “sexuelle Orientierung” hätten, die zwar natürlich sei, die man aber nicht ausleben dürfe. Der Gedanke, daß Pädophile genau das als Täter reinszenieren, was sie als kindliche Opfer selbst erfahren haben, ist ja schließlich ungeheuerlich und könnte die gesellschaftliche Abwehr ins Wanken bringen. Kindheit? Nein! Wird schon irgendeinen evolutionären Selektionsvorteil bei der Pädophilie geben.

Warum fällt es eigentlich so schwer, nach pathologischen Ursachen für die Transsexualität zu suchen? Ich möchte in diesem Artikel mal ein paar Dinge ansprechen, die zum Umdenken anregen können. Vor einiger Zeit fand ich auf Youtube zufällig mal folgenden Kommentar unter einem Video, in dem es darum geht, wie zwei Lesben ihren kleinen adoptierten Jungen in ein Mädchen umwandeln wollen:

Ich hatte schon einige Male die Gelegenheit mit Transsexuellen, Umgewandelten und solchen, die in der Umwandlung waren, zu reden. Die meisten davon, und damit meine ich über 95%, waren trotz der angeblichen Korrektur ihres Geschlechts nach wie vor Psychisch labil, depressiv und klagten darüber, dass ihnen ihr Leben nicht gefalle.

Bei den meisten war es auch offensichtlich, dass sie mehr unter ihrer zerrütteten Familie, Mobbing im Kindesalter oder und starken Depressionen oder Komplexen litten als unter ihrer Geschlechtsidentität. Meistens nahmen sie an, dass ein Geschlechtswandel ihr Leben radikal zum besseren verändern würde da sie diverse Vorteile erwarteten, die das andere Geschlecht hat oder das eigene Geschlecht nicht hat.

Interessanterweise habe ich auch schon unfreiwillig drei Leute von ihren Plänen zur Umwandlung komplett abgebracht. Ich hatte nur mit ihnen gesprochen, ihnen Fragen gestellt und ihnen die Möglichkeit gegeben über ihre Gefühle und Ansichten zu sprechen. Gemeinsam war allen dreien, dass ich irgendwann keine Fragen mehr zu stellen brauchte sondern dass sie einfach von allein redeten und so ihre Probleme einmal gründlich erforschen und Frust abladen konnten. Sie erkannten, dass ihre Probleme nicht ihr Geschlecht war sondern andere Gründe hatte wie etwa eine verpfuschte Kindheit gepaart mit Selbsthass.

Das ist ein sehr hellsichtiger Kommentar, der auch sehr oft geliket wurde, was ja für manche gemäßigte Männerrechtler ein sehr wichtiges Kriterium ist. Zumindest wenn es nicht um die Themen Islam, Homo- oder Transsexualität geht, sondern um den Feminismus. Aber ich will hier nicht weiter stänkern. :)

Ich finde, man muß solche Äußerungen wie die obige sehr ernst nehmen. Auch mit meinen Tiraden zum Thema Homosexualität geht es mir eben nicht darum, jetzt auf Biegen und Brechen zu beweisen, daß Homosexualität pathologisch sei, sondern vor allem darum, auf die empfindliche Störung des offenen Diskurses hinzuweisen.

Wo kann man denn heute ganz offen und unverkrampft über mögliche pathologische Ursachen der Homosexualität reden? Der Pädophilie? Der Transsexualität? Wir leben in einer Zeit, in der ganz einfach bestimmte Fragestellungen und Perspektiven de facto verboten sind. Linke Pharisäer und Gutmenschen legen fest, welche Einstellungen bei diesen Themen human und progressiv sind, und bezeichnen alles Andersdenkende mit dem schönen Wort Nazi.

Zumindest ist man böse, wenn man die vorgegebenen Diskurspfade bei diesen Themen verläßt. Allein dieser Umstand müßte doch eigentlich jedem denkenden Menschen auffallen.

Ich möchte also vor allem dafür bewußt machen, daß es rigide Denkvorbote bei einigen Themen gibt, die sich nicht rational begründen lassen, wohl aber sehr vielsagend und entlarvend sind.

Schauen wir doch mal auf ein anderes Zitat, das ich auch vor einiger Zeit im “Spiegel” gefunden habe. In dem Artikel wird ein Schriftsteller porträtiert, der sich mit dem Tabu der Prostitution von Transsexuellen und Transvestiten in seiner Heimat Türkei auseinandersetzt. Wir finden in dem Artikel folgende Passage über einen Transvestiten:

Heute ist es zu kalt fürs Geschäft. Zu kalt für Sex. Arzu, die behauptet, 39 Jahre alt zu sein, ist ein Transvestit, der sich prostituiert, einer von vielen in Istanbul.

Arzu könnte eine Figur aus den Romanen von Mehmet Murat Somer sein. Aber die beiden kennen einander nicht.

[...]

In keiner anderen europäischen Stadt, heißt es, schaffen mehr Transvestiten und Transsexuelle an als in Istanbul. Der Islam ächtet Homosexualität und Sex außerhalb der Ehe. Offen lebende Schwule sind in der Türkei rar. Viele Männer mit Lust auf einen Männerkörper gehen lieber zu einem Transvestiten wie Arzu als zu einem Stricher. Die meisten von Arzus Kunden sind verheiratet. Transvestiten halten für sie die Illusion aufrecht, mit einer Frau zu schlafen, irgendwie.

Nun zu den entscheidenden Passagen des auch sonst interessanten Artikels, der einige Merkwürdigkeiten in bezug auf Homo- und Transsexualität behandelt:

Arzu, der Transvestit aus der Sahra Bar, hat von Somers Krimis noch nie gehört. Arzu ist nicht belesen, nicht geistreich und schon gar nicht selbstbewusst.

Ihre Geschichte ist so traurig, dass sie für keine Krimi-Komödie taugt, und ihre Kunden interessiert ihre Biografie erst recht nicht. Arzu, die den Jungennamen, den ihr die Eltern gaben, nicht nennen will, wuchs in Alanya am Meer auf. Als Knabe half sie in einer Autowerkstatt aus, als Laufbursche. Sie habe aber immer schon wie ein Mädchen ausgesehen, sagt sie.

Als das Kind elf war, wurde es in der Werkstatt von einem Arbeiter vergewaltigt. Arzu schwieg, und die Gewalttat wiederholte sich. Arzu war begehrt bei Männern. “Sie fuhren mit mir im Auto ins Gebirge.” Die Männer “waren nicht homosexuell”, sagt sie, “die wollten schnellen Spaß”. Sex mit Männern wurde für Arzu zur Gewohnheit, viel später zum Lebensunterhalt.

Arzu arbeitete zwischenzeitlich als Reiseleiter in Alanya, lernte, einen Bus zu fahren. Aber das war nicht das Leben, von dem sie träumte. Sie wollte weg, und sie wollte ein schwules Leben führen. “Aber ohne festen Job ging das am einfachsten mit der Prostitution”, sagt Arzu heute. Seit fast zehn Jahren schafft sie jetzt an.

Ich persönlich kann ja nichts dafür, daß das Thema des sexuellen Mißbrauchs im Zusammenhang mit Homo- und Transsexualität so häufig vorkommt. Ich kann nichts für Studien, die zeigen, daß bis zu 50% der Homosexuellen als Kinder sexuell mißbraucht wurden. Es herrscht leider immer noch ein großes Befremden, wenn man die seelischen Komplexe und Vorstellungen von Menschen auf ihre Semantik hin untersucht, sie emotional zu verstehen sucht und den Ursprung dieser Bedürfnisse in traumatischen Erfahrungen der Kindheit findet. Alice Miller hat diese Zusammenhänge an zahlreichen Biografien nachgewiesen.

Diese Fallstudien sind häufig verblüffend, wenn man sieht, wie genau Menschen ihr verdrängtes Kindheitsschicksal auf symbolische Weise reinszenieren. So arbeitete z.B. die Großmutter Adolf Hitlers zum Zeitpunkt ihrer Empfängnis in einem jüdischen Haushalt, in dem auch der 19jährige Sohn des Hausherrn lebte. Nach der Geburt von Alois Hitler, dem Vater Adolfs, erhielt Hitlers Großmutter 14 Jahre lang Alimente vom Hausherrn. Laut Alice Miller prägt die Briefwechsel zwischen dem Hausherrn und der jungen Mutter eine Atmosphäre der Geheimniskrämerei und der peinlichen Verschwiegenheit.

Im damaligen Österreich war die mögliche jüdische Herkunft eine große Schande, so auch für Alois Hitler. Unter diesem Vater hatte Adolf seine gesamte Kindheit gelitten, wurde tagtäglich brutal geschlagen und wie ein Tier behandelt. Die undichte Stelle in Hitlers Ahnenreihe betraf also die Ebene des Großvaters. Hitlers Vater lebte immer in der Ungewißheit, jüdischer Abstammung zu sein, und lebte seine Minderwertigkeitsgefühle gnadenlos an seinem Sohn aus, nutzte ihn als Mülleimer.

Diesen Komplex finden wir später in der Politik der NSDAP wieder. Jeder Deutsche mußte gewissermaßen die Schmach Adolf Hitlers erdulden bzw. sich gegenüber dem Verdacht behaupten, man habe auf der Ebene der Großeltern jüdische Vorfahren. Hitler wiederholt hier unbewußt sein eigenes Kindheitsschicksal, nur eben nicht mehr als Opfer, sondern als Täter, der Millionen Menschen unterdrücken und beschämen kann, so wie es ihm einst als Kind geschah.

Hitler selbst trug die faschistoide Diktatur in sich, die er selbst später errichtete, hat sie selbst als Kind unter seinem autoritären Vater erfahren. Warum sollte sonst ein Mensch freiwillig solch eine Unmenschlichkeit an den Tag legen, wenn er sie nicht selbst unbewußt in sich trüge und erleben mußte?

Die meisten Menschen wollen von diesen Dingen nichts wissen, da sie automatisch auch ihre eigene Kindheit berühren und unangenehme Fragen implizieren. Man begnügt sich lieber mit häufig absurden abstrakten und unverbindlichen Erklärungen für Hitlers Politik, wie man sie beispielsweise in berühmten Historikerdebatten studieren konnte.

Ich habe jetzt nur diese eine Biografie erwähnt, um zu vermitteln, welch Potential in der Betrachtung der Kindheit liegt. Alice Miller führt diese Dinge an zahlreichen historischen Personen wie z.B. Friedrich Nietzsche aus. Die Lektüre Alice Millers ist ein wesentlicher Grund, warum ich beim Thema der sogenannten sexuellen Orientierungen nicht dem Biologie-Joker traue, sondern in die psychosoziale Richtung schaue und dort nach Erklärungen suche.

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Findet eigentlich einer meiner Leser die Transsexuelle Raewyn Connell, ehemals Robert Connell, eklig? Das ist der Begründer der Theorie von der hegemonialen Männlichkeit. Sein eigenes Mannsein fand er offenbar auch nicht so toll, sodaß er gleich zum besseren Geschlecht wechselte. Eine richtige Frau wird man ihn wohl trotzdem nicht nennen können, und ich spreche hiermit das Ungeheuerliche aus:

Ja ich finde diese Person eklig. Ja, ich finde auch andere Transsexuelle eklig.

Mir ist zwar auch schon einmal ein gelungenes Exemplar zu Gesicht gekommen, das ich sogar sexy fand. Ich würde bei einer Begegnung aber immer einen gewissen Gruseleffekt verspüren und mir den Mann vorstellen, der diese Transsexuelle einmal war.

Auch bei Robert Connell kann man sich übrigens fragen, wie sich eigentlich in einem Menschen die Vorstellung einer hegemonialen Männlichkeit entwickeln kann. Ich sehe ein kleines Kind vor mir, das von seiner Mutter nicht gemocht wird, die lieber ein Mädchen gehabt hätte. Dieser Junge erfährt sich selbst immer wieder als Bedrohung für seiner Mutter, die ihn immer wieder demütigt und ihn spüren läßt, daß ihre Liebe sehr flüchtig und davon abhängig ist, wie sehr der Junge seine eigenen Gefühle zugunsten der Mutter verleugnet. Ich komme weiter unten auf die tatsächliche Geschichte eines solchen Transsexuellen zu sprechen.

Nun ja, ich möchte diesen Artikel langsam abschließen und noch darauf hinweisen, wie ich auf Christian Schmidts Salonfähigkeits-Blog dafür gemobbt wurde, daß ich Transsexuelle eklig finde. Dazu gleich mehr. Zuvor möchte ich noch verlautbaren, daß es mir mit diesem Artikel darum geht, dazu anzuregen, seinen eigenen Gefühlen zu trauen bzw. sie zu erspüren und gewisse Dinge zu hinterfragen. Gerade wenn die imperialen Sturmtruppen der Toleranz und Progressivität derartig dafür trommeln, wie natürlich und biologisch doch alle möglichen sexuellen Orientierungen und Desorientierungen seien, sollten Zweifel angebracht sein.

Durch Zweifeln und Hinterfragen kann ja schlimmstenfalls die Wahrheit herauskommen. Also darf man auch ruhig mal das Gute hinterfragen. :)

Nun also zu Christians Gutmenschen-Blog. Ich gebe zu, daß ich auch mal etwas provokanter und polemischer formuliere, gerade wenn ich weiß, daß ich politisch-korrekte Empfindlichkeiten berühre. Ich schreibe unter anderem also Folgendes zum anfangs erwähnten Fall der Transsexuellen in der Umkleide:

Ich würde mich übrigens auch als Mann unangenehm fühlen, wenn solch eine Männin sich in der Männerumkleide umzöge.

Transmenschen sind grundsätzlich ekelhaft.

Sorry für dieses Hatecrime.

Ich mache hier also immerhin noch einen kleinen ironischen Knicks und entschuldige mich für mein Hate Crime.

Daraufhin meint ein gewisser Gerhard:

“Transmenschen sind grundsätzlich ekelhaft.”

Kirk, ich glaube nicht, daß Dich hier noch viele ernst nehmen, aber das geht zu weit.

Daraufhin entspannt sich ein interessanter Disput, in dem ich zum einen verteidigt werde und in dem mir zum anderen vorgeworfen wird, ich würde Menschen, die nichts für ihren Zustand können, stigmatisieren. Gerhard sagt dies:

Darüber diskutiere ich gar nicht erst. Kirks Aussage geht gegen Menschen, er herabwürdigt sie aufgrund eines Merkmals, welches nicht von diesen beeinflußt werden kann. Und selbst wenn sie es beeinflussen könnten.

Hier geht es nicht um Akzeptanz, sondern um Menschenwürde und Respekt. Nicht das erste Mal bei ihm.

Ich persönlich finde Menschen, die eine sogenannte transsexuelle Identitätsstörung haben, nicht eklig, sondern vielmehr Menschen, die sich nicht für die Ursachen ihrer traumatischen Gefühle interessieren und stattdessen den Weg der Abwehr und Selbstverstümmelung wählen. Genaugenommen geht es um die Verstümmelung und Manipulation des eigenen Körpers. Das finde ich nach meinem Dafürhalten völlig zu recht eklig.

In der Diskussion konstruiert man also recht billige Vorwürfe gegen mich, indem man meinen Standpunkt möglichst oberflächlich betrachtet und genau die Möglichkeit wählt, die das größte Empörungspotential verheißt. :) Ein gewisser St. Elmo bringt dieses Momentum sehr gut auf den Punkt.

Leider wurde meine Erwiderung auf diesen Disput vom Blog-Moderator gelöscht, da ich mich wohl nicht artig genug ausgedrückt hatte. Ein Grund könnte auch folgender gewesen sein. David findet meine Äußerungen unstatthaft und versucht dies mit folgender Analogie zu illustrieren:

“Juden sind ekelhaft”.

Noch Fragen?

In meinem gelöschten Beitrag schrieb ich zunächst die Dinge, die ich hier gerade ausgeführt habe, und nahm am Ende in meiner typisch ironisch-sarkastischen Art auf Davids Polemik bezug:

PS: Ich finde Juden ekelhaft. Will sie aber nicht ausrotten und begegne ihnen mit Respekt. Das sollte die Geschichte uns lehren.

Warum darf man eigentlich Juden nicht ekelhaft finden? Man darf doch alles Mögliche ekelhaft finden. Z.B. Wessis, SUV-Fahrer oder Fleischesser. Und warum versteht Blog-Diktator Christian diese Polemik nicht, die nichts anderes ist als die Entlarvung des schwachen Arguments von David? Diese Antisemitismus-Vorwürfe funktionieren eben nur, weil es den Holocaust gegeben hat. Würde man andere Ethnien oder Nationalitäten einfügen, wären die Sätze recht harmlos. Auch dies ist eben eine Gutmenschen-Figur: Man wird quasi symbolisch zum KZ-Wärter gemacht, wenn man etwas auch nur Ironisches gegen Juden sagt.

Ich mache das einfach gerne, gerade beim Momentum der deutschen Geschichte, die gewissermaßen nur noch eine Wichsvorlage für Berufsempörer ist. Ich kann also nicht nur Juden, sondern auch Transsexuelle respektvoll behandeln, auch wenn ich sie persönlich eklig finde. Mit dieser Art des Humors scheine ich wohl nicht richtig anzukommen. Der Jude ist eben etwas Heiliges.

Diese kleine Anekdote wollte ich hier nur mal bringen, um das Moderationsgebaren auf “Alles Evolution” zu veranschaulichen und um nun den vorliegenden Post um noch einen Abschnitt aufzublähen. Bei meiner Recherche zum Thema dachte ich mir, daß ich mal bei Alice Miller vorbeischaue, weil ich dort auch mal eine Aussage von ihr zur Transsexualität gelesen hatte. Auch Alice Miller hat kein Verständnis für die Ideologie, daß man angeblich im falschen Geschlecht geboren sein könne. Leider fand ich diese Konversation auf ihrer Homepage nicht mehr, sodaß ich beim Suchmaschinenmarktführer die Begriffe “Alice Miller” und “transsexuell” eingab. Dazu gleich mehr.

Ich selbst bin schon lange der Meinung, daß Transsexualität genau die traumatischen Erfahrungen widerspiegelt, die der Transsexuelle unbewußt bzw. symbolisch ausdrückt:

Ich werde als Junge oder Mädchen nicht geliebt. Gerade mein natürliches Geschlecht – so wie ich bin – wird nicht gemocht, abgelehnt.

Dies ist die einfache Wahrheit der Transsexualität. Ein Erwachsener, der als Kind diese traumatische Erfahrung verdrängen mußte, kann sich derart schlecht in seinem natürlichen Körper fühlen, daß er letztlich eine Geschlechtsumwandlung als einzige Lösung ansieht. Damit wiederholt er unbewußt die Gewalttat, die seine Eltern an ihm begangen haben. Die Eltern wollten ihn nicht als Mädchen. Sie wollten einen Jungen. Genau diesen Gefallen tut der weibliche Transsexuelle ihnen nun. Weil er sich insgeheim so die Liebe der Eltern erhofft, die er als Original nie erhalten hat.

Es ist das tragische Muster eines ungeliebten Kindes, das sich als Erwachsener nicht von seinen mißhandelnden Eltern emanzipieren kann, sondern sie immer noch idealisiert und keinen Zugang zu den gesunden Gefühlen der Empörung und des Hasses auf die eigenen Eltern hat. Unsere Gesellschaft unterstützt ihn und viele andere Menschen in dieser ignoranten Haltung. Die operative Geschlechtsumwandlung ist also gewissermaßen eine symbolische Wiederholung des Elternverhaltens und gleichzeitig der Versuch, über die Selbstverleugnung die Liebe der Eltern zu gewinnen.

Auf der symbolischen Ebene treffen diese Dinge übrigens auf so gut wie jeden Erwachsenen zu, nur daß die traumatischen Inhalte bei den meisten Menschen andere Formen der Mißhandlung betreffen.

Auch wenn mir diese Perpektive also längst vertraut ist, so bin ich dann doch immer wieder überrascht, wenn sie wie bei meiner jüngsten Zufallssuche gewissermaßen auf deutlichste Weise bestätigt wird. Ich stieß nämlich auf diesen Artikel von “Spiegel Online”, aus dem ich einfach mal zitiere. Nun denn, die Überschrift des Artikels lautet:

Sterbehilfe für Transsexuellen in Belgien: “Ich war das Mädchen, das keiner wollte”

So startet der Text:

Brüssel – In Belgien ist ein transsexueller Mann gestorben, der aktive Sterbehilfe in Anspruch genommen hat. Dies berichten die belgischen Tageszeitungen “Het Laatste Nieuws” und die “Gazet Van Antwerpen”. Demnach entschied sich der 44-Jährige zu dem Schritt, weil er mit seiner Geschlechtsumwandlung unzufrieden war.

[...]

Er habe keinen anderen Ausweg mehr gesehen, zitiert “Het Laatste Nieuws” den Verstorbenen. “Ich war das Mädchen, das keiner wollte.” 42 Jahre lang habe er im Körper einer Frau gelebt und Nancy geheißen. Doch seine Familie habe ihn nie anerkannt. “Während meine Brüder angehimmelt wurden, musste ich in einem Verschlag über der Garage schlafen.” Seine Mutter habe ihn wissen lassen, dass sie sich einen Jungen wünschte. “Ich wurde toleriert, mehr nicht.”

Schließlich habe er entdeckt, dass er sich als Mann wohler fühle. Mit mehreren Eingriffen habe er sich zu einem Mann umoperieren lassen, jedoch nicht mit dem gewünschten Ergebnis. Er habe sich vor sich selbst geekelt und kein Monster sein wollen.

Unsere Gesellschaft stellt sich leider zwanghaft dumm bezüglich der Tragik von mißhandelten Kindern und den Inszenierungen dieser Traumata im Erwachsenenalter. Man wird schon irgendwelche Gene finden, die das merkwürdige Verhalten vieler Erwachsener erklären – sei es Drogenkonsum, Pädophilie, Vergewaltigung, Kriminalität oder eben Transsexualität.

Ich zitiere jetzt noch einmal die entscheidende Passage aus dem anfangs erwähnten Youtube-Kommentar, die die tiefenpsychologische Dimension des transsexuellen Mangelgefühls sehr gut auf den Punkt bringt:

Meistens nahmen sie an, dass ein Geschlechtswandel ihr Leben radikal zum besseren verändern würde da sie diverse Vorteile erwarteten, die das andere Geschlecht hat oder das eigene Geschlecht nicht hat.

Das ist die Realität des ungewünschten Jungen oder Mädchens. Wer sich dem Thema Kindheit nicht mehr verschließt, wird dort sehr leicht die Antwort darauf finden, warum Menschen solch merkwürdige Vorstellungen entwickeln können. Hinter jeder noch so kruden Vorstellung oder Ideologie steht die entsetzliche Tragik eines mißhandelten Kindes.

Mit diesem Artikel wollte ich ein Tor zum Leid des Kindes öffnen, das sich im Verhalten von Transsexuellen spiegelt. Ich will nicht ausschließen, daß es auch den rein biologischen Unfall der Transsexualität gibt, ganz offensichtlich sind aber die verdrängten traumatischen Kindheitserfahrungen bei einem erheblichen Teil der Transsexuellen die Ursache für ihre Probleme.

Und mit diesem Artikel wollte ich auch ein Tor zur “geisteswissenschaftlichen” Dimension der Erkenntnis öffnen. Die naturwissenschaftlich ausgerichtete Universitätspsychologie, die ich auch als Frankenstein- oder Terminatorpsychologie bezeichne, kann schon von ihrem Selbstverständnis her, nur abstrakte, unverbindliche statistische Erkenntnisse über den Menschen bringen, da sie das konkrete Individuum mit seiner Geschichte ausblendet. Es ist gewissermaßen eine Korrelations- und Wahrscheinlichkeitspsychologie, die im Grunde genommen nichts wirklich erklärt.

Einzig die Beschäftigung mit dem konkreten Individuum kann zum Verständnis der menschlichen Destruktivität führen, kann psychische Zusammenhänge und Komplexe in ihrer konkreten Sinnhaftigkeit erfassen.

Genau davor scheinen aber viele Menschen Angst zu haben.

Ich schließe mit einem Zitat von Friedrich Nietzsche aus seinem Werk “Ecce Homo”:

Wir fürchten uns alle vor der Wahrheit.

  

 

 
PS: Hier noch ein grauenvolles Video, das einem die “Frau” Raewyn Connell präsentiert. In dem darauffolgenden Video, das zumindest auf Youtube automatisch startet, sieht man auch die typisch männliche raumgreifende, extravertierte Gestik ihrer Hände.
Kleiner Nachtrag: Habe mir gerade das Video ein bißchen ohne Sound angesehen. Obwohl die männliche Stimme auch recht aussagekräftig ist, so ist es ohne Ton interessant, die männliche Mimik Connells zu verfolgen. Mir sind die starken männlichen Kiefer und typisch männlichen Mundbewegungen aufgefallen. Ziemlicher Gruseleffekt, wie ich finde. Ohne Ton fallen einem diese Subtilitäten deutlich stärker auf. Das auf Youtube automatisch folgende Video mit der männlichen Körpersprache ist das erste oben links, das in der Auswahl nach Ende des Videos präsentiert wird.

17 Comments
  1. Danke.

    Auffällig ist, dass die Leute, denen immer wieder Homophobie vorgeworfen wird, sich am meisten ernsthaft mit dem Thema beschäftigen. ;)

  2. Ach so: Und Gerhard ist kein unbeschriebenes Blatt.

    Ich würde ihn ja gerne als das bezeichnen, was er für mich ist. Dann allerdings würde ich mich wieder angreifbar machen. Man denke sich also den Rest. :D

    • Gerhard ist also ein engelsgleicher Diskursteilnehmer? :) Ich kann mich nicht mehr so recht erinnern, was er so von sich gibt. Ich bin da sowieso mittlerweile etwas abgehärtet. Jemand wie ich muß einfach damit leben, daß er ständig verfemt wird. Das erlebe ich auch anderswo. Man muß sich halt innerlich unabhängig machen von diesen Dingen.

      Es geht ja gar nicht um Sachargumente oder darum, daß ich immer recht hätte, sondern um all den Bullshit und funktionalen Analphabetismus, wie ich es nenne, den man so zugeworfen bekommt. Also wo noch nicht mal der Gedankengang oder das Argument richtig verstanden wird.

      Häufig reagiere ich da gar nicht mehr drauf, obwohl es ein leichtes wäre, das zu widerlegen.

  3. Haribo permalink

    “Ich kann nichts für Studien, die zeigen, daß bis zu 50% der Homosexuellen als Kinder sexuell mißbraucht wurden.”

    Was sind das für Studien, was ist die Quelle dafür? Welchen Zusammenhang sollen die denn deiner Meinung nach haben mit deinem Artikel?

    Was hast du eigentlich gegen Transsexuelle und Homosexuelle Menschen?

    Und welches Problem hast du mit Connell? Du argumentierst nicht, du hetzt gegen Menschen.

    • Hör mal auf, gegen mich zu hetzen. Du verletzt meine Gefühle. Wo ist deine Toleranz gegenüber Leuten wie mir? Du könntest mehr Diversity-Sensibilität gebrauchen. Auch homo- und transphobe Menschen sind Teil der Gesellschaft.

      Die erwähnten Studien habe ich in meinem Artikel zur Homosexualität aufgeführt: http://gender-universum.de/homophobie-mal-ganz-sachlich/

      Der Zusammenhang zu meinem Artikel besteht darin, daß man Homo- und Transsexualität zwanghaft naturalisiert bzw. biologisiert, obwohl es zahlreiche Unstimmigkeiten und Fakten gibt, die diesen öffentlichen Kult zumindest infrage stellen.

      Ich habe nichts gegen Homo- und Transsexuelle. Ich habe auch nichts gegen Moslems, wenn ich darauf hinweise, daß religiöse Intoleranz und Archaismen in diesem Milieu weitverbreitet sind.

      Mein Problem mit Connell ist folgendes: Er hat offenkundig eine traumatische Kindheit gehabt und wurde als Kind bzw. Junge nicht geliebt. Ein solcher Junge erlebt sich als sehr bedrohlich gegenüber seiner Mutter und empfindet mörderische Schuldgefühle. Das alles muß er verdrängen, um zu überleben, diese Inhalte finden sich aber in den kruden Theorien Connells wieder, in denen der Mann angeblich privilegiert ist und Frauen nur Opfer sind. Connell kann mithilfe dieser Konstruktion verdrängen, daß er eigentlich selbst als Kind Opfer seiner Mutter war. Die Figur der Frau als ewiges Opfer hilft auch, eine autoritäre Mutter zu idealisieren.

      Die Theorie der hegemonialen Männlichkeit ist derart peinlich und plump, daß man sich fragt, wie so jemand überhaupt die Universität bevölkern und sich Wissenschaftler nennen kann.

      Wie für alle Vertreter der Gender-Ideologie typisch zeigt sich auch hier, an Connell, daß diese Menschen eigentlich ihre persönlichen Komplexe in vermeintliche Wissenschaft gießen und legitimieren wollen.

      Hier eine Lektüre-Empfehlung für dich: http://alice-miller.com

    • Haribo permalink

      “Hör mal auf, gegen mich zu hetzen. Du verletzt meine Gefühle. Wo ist deine Toleranz gegenüber Leuten wie mir? Du könntest mehr Diversity-Sensibilität gebrauchen. Auch homo- und transphobe Menschen sind Teil der Gesellschaft.”

      Ich übe Kritik an dem Artikel, wie soll ein konstruktives Gespräch entstehen, wenn du nur Polemik zurück wirfst? Du hast keine “Angst” (…phob von Phobie), sondern du diskreditierst Homo- und Transsexuelle. Diskreditierung hat nix mit Meinungsäußerung zu tun. Angst ist ja meist eine Form des Informationsmangels.

      “Mein Problem mit Connell ist folgendes: Er hat offenkundig eine traumatische Kindheit gehabt und wurde als Kind bzw. Junge nicht geliebt…….”

      Das ist eine reine Spekulation und darüber hinaus eine Unterstellung. Außerdem bezeichnet sich Connell als “sie”, so viel Respekt musst du schon vor diesem Menschen haben, dass du das akzeptierst.

      “Die Theorie der hegemonialen Männlichkeit ist derart peinlich und plump,…”
      Inwiefern ist sie peinlich und plump? Du argumentierst das ja gar nicht, sondern wirfst das einfach mal so hin. Ist also kein Argument und überzeugt dementsprechend nicht in geringster Weise.

      “Wie für alle Vertreter der Gender-Ideologie typisch zeigt sich auch hier, ….”
      Die nächste Generalisierung bzw. Verallgemeinerung. Die einzige Generalisierung, die logisch schlüssig stimmt ist, dass alle Generalisierungen falsch sind, ja sogar, falsch sein müssen. Denn du musst nur eine Person finden, auf die das nicht zu trifft und schon ist deine These widerlegt.
      Deine These ist auch deswegen falsch, weil du gar nicht die Biografien von allen VertreterInnen des Feminismus kennen kannst.

      Und zu Alice Miller: die kenn ich und kann daher sagen, dass du sie sehr falsch interpretierst. Weder bringst du eine Quelle zu dem, was sie über homosexuelle, noch was sie über transsexuelle Menschen sagst. Miller setzt sich mit Hitler auseinander, sagt aber nichts über homo- u transsexuelle. Die Schlüsse, die du daraus ziehst, hast du dir also zusammen gebastelt.

    • Liebe Haribo,

      natürlich sind meine Äußerungen über Connells Kindheit Spekulation. Wenn man sich aber mal dem Thema Kindesmißhandlung befaßt und sich Connells Theorien anschaut, dann ist das eben gar nicht mehr so spekulativ. Man kann bspw. mit ziemlicher Sicherheit behaupten, daß Judith Butler als Kind sexuell mißbraucht wurde.

      Sehr starke Indizien hierfür sind:
      Sie ist lesbisch
      Sie kritisiert das Inzestverbot als patriarchale Institution
      Sie beschreibt das männliche sexuelle Begehren als Konstruktion
      Sie redet von einem Unbehagen der Geschlechter, das sie phantasiert, aber das kaum jemand teilt, außer vielleicht sexuell mißbrauchte Kinder
      Und sie gibt noch vieles mehr an Merkwürdigem von sich, das auf eine fundamentale Verwirrung schließen läßt

      Also man muß schon ein emotionaler Analphabet sein, um hier nicht eindeutige Vermutungen anzustellen. Du bist offenbar sehr naiv.

      Alice Miller ist nur ein allgemeiner Zugang zum Thema Kindheit. Ich behaupte nirgends, daß sie meine Thesen zu Homo- und Transsexualität teilt, wenngleich sie einmal auf ihrer Seite Unverständnis dafür äußerte, daß Menschen ihr Geschlecht wechseln wollen.

      Außerdem bezeichnet sich Connell als “sie”, so viel Respekt musst du schon vor diesem Menschen haben, dass du das akzeptierst.

      Adolf Hitler hat sich als “Führer” bezeichnet. Man muß nicht jeden Müll mitmachen, auch wenn Gutmenschen die Empörungskeule herausholen.

      Ich bezeichne auch Conchita Wurst als Mann und benutze das Personalpronomen “er”.

      Zur hegemonialen Männlichkeit äußere ich mich hier nicht. Es gibt mehr als genug Gegenargumente im Internet zu finden. Die Theorie der hegemonialen Weiblichkeit steckt aber schon in den Startlöchern. Denk nur mal daran, welche Macht Mütter und Frauen im Erziehungswesen über kleine Kinder haben. Oder durch Falschbeschuldigungen, in Scheidungsprozessen. Ich erwarte hier interessante Ausführungen von Robert Connell, die sicherlich bald kommen werden. Ich vertraue fest in seine wissenschaftliche Neutralität.

      Ein gutgemeinter Tip: Theorien, die dir lieb und teuer sind, solltest du gezielt hinterfragen und dich vergewissern, ob du nicht befangen bist oder gewisse Hemmungen hast.

    • joyce permalink

      Welche Erlebnisse hast du denn so in deiner Kindheit gehabt? Warum musst du andere Menschen abwerten, um dich aufzuwerten?

      Dass Butler missbraucht wurde, ist weiterhin reine Spekulation, da du ja keine Belege bringst (gar nicht bringen kannst).

      Und was hat Hitler mit Trans- u Homosexualität zu tun? Für mich liest sich dieser Artikel wie eine Selbstprojektion. Irgendwas musst du wohl verarbeiten und münzt dies in Hass gegen Menschen um, die anders sind als du, anstatt Anderssein einfach zu akzeptieren.

      “Theorien, die dir lieb und teuer sind, solltest du gezielt hinterfragen und dich vergewissern, ob du nicht befangen bist oder gewisse Hemmungen hast.”
      Diesen Satz musst du aber genauso auf dich selbst anwenden, sonst bist du ja völlig unglaubwürdig, va musst du Kritik auch akzeptieren und damit umgehen, schließlich kann man sonst ja auch wachsen, wenn man Kritik annimmt.

      Hab letztens einen spannenden Artikel gefunden, der sich etwas seriöser mit Transsexualität auseinander setzt (und noch dazu Intersexualität mit in den Blick nimmt, was du ja völlig ignorierst), außerdem hat der Artikel wissenschaftliche Quellen, die bei dir ebenso ausgespart werden:

      https://goo.gl/uw4X2l

    • Mit den wissenschaftlichen Quellen ist das so eine Sache. Es gibt Wissenschaftler, die den größten Humbug auf Erden vertreten, gerade im Bereich der Geistes- und Humanwissenschaften.

      Daß Judith Butler als Kind sexuell mißbraucht wurde, erzählt sie uns indirekt durch ihren Blick auf die Welt. Man muß ihre Ansichten nur übersetzen. Ich habe bereits Andeutungen gemacht. Oder wer ist so irre, das Inzestverbot infrage zu stellen, welches genaugenommen gar keines ist, sondern eine biologische Instanz? Empfehlung: Einfach mal die Ehrfurcht vor Butler abstellen und die Möglichkeit einschließen, daß diese Frau irre ist bzw. ihr tragisches Schicksal abwehrt, indem sie sich an krude Theorien klammert und ihre Gefolgschaft genießt. Ich bin viel eher verwundert, wie man diesen Irrsinn überhaupt ernst nehmen und nicht hinterfragen kann.

      Was Hitler mit Homo- und Transsexualität zu tun hat, ergibt sich aus dem Text und aus meiner Antwort auf Haribo. Auch Hitler hat eine sehr traumatische Kindheit gehabt und diese politisch inszeniert, siehe hierzu Alice Miller, einfach mal den Link lesen. Ich meine, man muß auch irgendwie Texte lesen und verstehen, wenn man zu Kritik ausholt.

      Hitler ist für mich nur ein allgemeines Beispiel, um die symbolische Ebene der Kindesmißhandlung zu illustrieren. Er dient einzig der Sensibilisierung. Ansonsten hat Hitler nichts mit Trans- oder Homosexualität zu tun. Dergleichen behaupte ich auch nicht in meinem Artikel.

      Den Link schaue ich mir mal an. Auch dir sei die Lektüre von Alice Miller empfohlen. Dann schaust du womöglich kritischer auf diverse etablierte und goutierte Wahrheiten oder Unumstößlichkeiten.

  4. Haribo permalink

    “Ich kann also nicht nur Juden, sondern auch Transsexuelle respektvoll behandeln, auch wenn ich sie persönlich eklig finde. Mit dieser Art des Humors scheine ich wohl nicht richtig anzukommen.”

    Wenn du diese Zeilen in einem öffentlichen Forum postest, dann behandelst du angesprochene Gruppen in keinster Weise respektvoll, wie es offensichtlicher nicht sein kann. Du würdigst sie herab, indem du das schreibst, in der Öffentlichkeit, wohlgemerkt. Wenn du dir das nur denkst, ist es etwas anderes, aber du beleidigst Menschen aufgrund einer Eigenschaft, von denen du weder Ahnung, noch in irgendeiner Weise Respekt hast.

    • > aber du beleidigst Menschen aufgrund einer Eigenschaft, von denen du weder Ahnung, noch in irgendeiner Weise Respekt hast.

      Haribo, Du verurteils den Captain hier wegen seiner Eigenschaft, bestimmte Gruppen eklig zu finden, obwohl Du davon weder Ahnung, noch in irgendeiner Weise Respekt hast.

      Tipp: Bei “Kritik” nächstes Mal erst nachdenken, dann schreiben.

    • Haribo permalink

      du gehst ja auf meine Kritik nicht einmal ein. Wie soll da eine konstruktive Diskussion entstehen?

  5. hier gibt es keinen Like-Button. Das zwingt mich dazu, diesen kritisch-lobenden Post zu schreiben.

    • Danke noch mal nachträglich. Ich bin in bezug auf WordPress auch ein bißchen faul und unterbelichtet. Es gibt bestimmt eine Möglichkeit, eine Like-Möglichkeit einzufügen, mit irgendeinem Plugin oder so. Aber liken kannst du auch einfach so. Man muß ja nicht immer gleich einen Button drücken. :)

      Überall werde ich armer Kerl gemobbt für meine Artikel. Bin homo- und transphob. Ich bin ein Opfer von Hatespeech und GMF. GMF? Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. :evil:

      Mit Thai-Ladyboys kenne ich mich nicht so aus. Das sind doch wohl eher Transvestiten, oder? Na ja, ich finde das schon eklig. Und eben auch morbid, pathologisch. Ich denke da immer daran: Was verdrängen diese Leute, was inszenieren sie aus ihrer Kindheit? Ich neige dazu, eher das Drama hinter diesen Inszenierungen zu sehen.

  6. … und wenn ich schon dabei bin: Thai-Ladyboys sind in meinen Augen nicht “ekelhaft”. Irritierend, ja, aber nicht ekelhaft. Ansonsten Zustimmung.

  7. ich permalink

    Was erzählst Du gestörte Gestalt für Lügen über Hitler. Ungebildete wie Du werden sehen, was demnächst auf sie zukommen wird.

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